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Deutscher Wortschatz · C2

Das sind die 1.010 Wörter, die Deutschkurse und Lehrbücher auf Niveau C2 (Exzellent) vermitteln. Jedes Wort hat eine Definition und einen Beispielsatz auf Deutsch, ohne Übersetzung: so, wie Muttersprachler lernen.

Diese Wörter kostenlos lernen, zehn am Tag
WortBedeutungBeispiel
die AbgeschiedenheitZustand eines Ortes, der weit weg von anderen Menschen und vom Trubel liegt.Der Schriftsteller suchte die Abgeschiedenheit eines Bergdorfes, um in Ruhe zu schreiben.
die AbgeklärtheitRuhige, weise Haltung eines Menschen, den durch Erfahrung kaum noch etwas aus der Fassung bringt.Mit der Abgeklärtheit ihrer achtzig Jahre hörte sie sich die Klagen der Enkel an.
der AbglanzSchwacher Widerschein von etwas, das früher großartig oder strahlend war.Das Hotel ist nur noch ein matter Abglanz seiner glanzvollen Vergangenheit.
der AbkömmlingJemand, der von einer bestimmten Person oder Familie abstammt; Nachfahre.Der Graf war der letzte Abkömmling eines alten Adelsgeschlechts.
das AblenkungsmanöverAbsichtliche Handlung, mit der man die Aufmerksamkeit von etwas Wichtigem weglenkt.Die plötzliche Ankündigung war nur ein Ablenkungsmanöver, um vom Skandal abzulenken.
die AbsolutionFreisprechung von Schuld, besonders die Vergebung der Sünden durch einen Priester.Nach der Beichte erteilte ihm der Pfarrer die Absolution.
die AbsurditätEtwas völlig Unsinniges, das jeder Logik und Vernunft widerspricht.Die Absurdität der neuen Vorschrift brachte alle Mitarbeiter zum Lachen.
die AbtrünnigkeitDas Verlassen einer Gruppe, eines Glaubens oder einer Überzeugung, der man vorher treu war.Seine Abtrünnigkeit wurde ihm von den früheren Parteifreunden nie verziehen.
die AgonieTodeskampf; auch der lange, qualvolle Zustand kurz vor dem Ende von etwas.Das Unternehmen lag schon seit Jahren in der Agonie, bevor es endgültig schloss.
die AkkumulationAllmähliche Anhäufung oder Ansammlung von etwas, zum Beispiel von Kapital.Die Akkumulation von Reichtum in wenigen Händen ist ein zentrales Thema der Ökonomie.
die AllegorieBildliche Darstellung eines abstrakten Begriffs, etwa die Gerechtigkeit als Frau mit Waage.Die Frau mit der Sense ist eine bekannte Allegorie des Todes.
die AllmachtUnbegrenzte Macht, die nichts und niemand einschränken kann.Der Herrscher glaubte an seine eigene Allmacht und duldete keinen Widerspruch.
der AlleingangHandlung, die jemand ohne Absprache mit anderen und ohne deren Unterstützung durchführt.Der Alleingang des Ministers verärgerte die Partner in der Koalition.
die AmnestieAllgemeiner Straferlass durch den Staat für eine bestimmte Gruppe von Verurteilten.Zum Nationalfeiertag verkündete die Regierung eine Amnestie für politische Gefangene.
die AnarchieZustand, in dem es keine staatliche Ordnung und keine Regeln mehr gibt.Nach dem Zusammenbruch der Regierung herrschte im Land völlige Anarchie.
die AndachtInnere Sammlung und Versenkung, besonders beim Beten; auch ein kurzer Gottesdienst.Mit großer Andacht lauschten die Zuhörer dem Orgelkonzert.
die AnekdoteKurze, oft lustige Geschichte über eine bekannte Person oder ein besonderes Ereignis.Beim Abendessen erzählte der Professor eine amüsante Anekdote über Einstein.
die AnmaßungVerhalten, bei dem man sich Rechte oder Fähigkeiten herausnimmt, die einem nicht zustehen.Es ist eine Anmaßung, über Dinge zu urteilen, von denen man nichts versteht.
die AnmutNatürliche Schönheit und Leichtigkeit in Bewegung und Haltung.Die Tänzerin bewegte sich mit unvergleichlicher Anmut über die Bühne.
der AnachronismusEtwas, das nicht in die Zeit passt, in der es vorkommt, weil es veraltet ist.Ein Ritter mit Armbanduhr wäre im Film ein peinlicher Anachronismus.
die AnnexionGewaltsame und rechtswidrige Eingliederung eines fremden Gebiets in den eigenen Staat.Die Annexion der Halbinsel wurde von den meisten Staaten nicht anerkannt.
die AnomalieAbweichung von der Regel oder vom normalen Zustand.Die Forscher entdeckten eine seltsame Anomalie in den Messdaten.
die AntipathieGefühl der Abneigung gegen jemanden, oft ohne klaren Grund.Zwischen den beiden Kollegen bestand von Anfang an eine tiefe Antipathie.
die AntitheseBehauptung, die einer anderen genau entgegengesetzt ist; der Gegensatz.Sein ruhiges Leben ist die Antithese zum hektischen Alltag seines Bruders.
die ApathieZustand völliger Teilnahmslosigkeit, in dem einen nichts mehr interessiert oder bewegt.Nach dem Verlust seiner Frau versank er in tiefe Apathie.
der AphorismusKurzer, geistreicher Satz, der eine Lebensweisheit treffend ausdrückt.Der Band enthält über tausend Sprüche, jeder Aphorismus ein kleines Juwel.
die ArglistHinterhältige, bösartige Absicht, jemanden zu täuschen oder ihm zu schaden.Mit großer Arglist verschwieg der Verkäufer die Mängel des Hauses.
der ArgwohnMisstrauen und Verdacht, dass jemand etwas Böses vorhat.Die Nachbarn betrachteten den Fremden mit wachsendem Argwohn.
die ArroganzÜberhebliches Verhalten von jemandem, der sich für besser als andere hält.Seine Arroganz hat ihm schon viele Freunde gekostet.
die AskeseStreng enthaltsame Lebensweise, bei der man bewusst auf Genuss und Luxus verzichtet.Die Mönche lebten in strenger Askese, ohne Fleisch und ohne Besitz.
die AssoziationGedankliche Verknüpfung, bei der eine Vorstellung spontan eine andere hervorruft.Der Geruch von Zimt weckt bei mir die Assoziation an Weihnachten.
die ÄsthetikLehre vom Schönen; auch die Schönheit und Gestaltung einer Sache.Bei diesem Designer stehen Funktion und Ästhetik in perfektem Gleichgewicht.
der AtavismusWiederauftreten von Merkmalen oder Verhaltensweisen aus längst vergangenen Entwicklungsstufen.Manche halten die Blutrache für einen Atavismus aus archaischen Zeiten.
die AuraBesondere Ausstrahlung, die eine Person oder ein Ort auf andere wirkt.Die alte Bibliothek hatte eine geheimnisvolle Aura.
die AusfluchtVorwand oder Ausrede, mit der man sich einer Verantwortung entziehen will.Statt sich zu entschuldigen, suchte er nach einer billigen Ausflucht.
die AusgeburtAbwertend: Produkt, das aus etwas Schlechtem oder Krankhaftem entstanden ist.Diese Verschwörungstheorie ist eine Ausgeburt seiner überhitzten Fantasie.
die AusgelassenheitFröhliche, übermütige Stimmung, in der man sich keine Zurückhaltung auferlegt.Nach dem Sieg feierten die Fans mit großer Ausgelassenheit auf den Straßen.
die AusschweifungMaßloses Genießen, besonders bei Essen, Trinken oder Vergnügen.Nach Wochen der Ausschweifung beschloss der Prinz, ein maßvolles Leben zu führen.
die AversionStarke Abneigung gegen etwas oder jemanden.Seit seiner Kindheit hat er eine Aversion gegen gekochten Spinat.
die BanalitätEtwas Alltägliches und Bedeutungsloses, das keine Tiefe hat.Die Rede bestand aus einer Banalität nach der anderen.
der BannkreisBereich, in dem jemand oder etwas einen starken Einfluss ausübt.Schon als Student geriet er in den Bannkreis des berühmten Philosophen.
die BarmherzigkeitMitgefühl mit Notleidenden, das sich in tätiger Hilfe zeigt.Die Ordensschwestern pflegten die Kranken aus reiner Barmherzigkeit.
die BeklemmungBedrückendes Gefühl der Angst und Enge, oft in der Brust.Als die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, überkam sie eine seltsame Beklemmung.
die BefindlichkeitSeelischer Zustand oder Empfindlichkeit einer Person oder Gruppe.Der Chef nimmt wenig Rücksicht auf die Befindlichkeit seiner Angestellten.
die BehaglichkeitAngenehmes Gefühl von Wärme, Ruhe und Gemütlichkeit.Das Kaminfeuer verbreitete eine wohlige Behaglichkeit im ganzen Raum.
die BeklommenheitÄngstliche Unsicherheit, bei der man sich bedrückt und gehemmt fühlt.Mit spürbarer Beklommenheit betrat der junge Mann das Büro des Direktors.
die BelesenheitUmfassende Bildung, die jemand durch das Lesen vieler Bücher erworben hat.Ihre Belesenheit beeindruckte selbst die Literaturprofessoren.
die BeliebigkeitZustand, in dem alles gleich gültig ist und keine klaren Maßstäbe mehr gelten.Kritiker werfen der modernen Kunst oft eine gewisse Beliebigkeit vor.
die BequemlichkeitNeigung, Anstrengung zu vermeiden; auch etwas, das das Leben angenehm macht.Aus reiner Bequemlichkeit fährt er auch kurze Strecken mit dem Auto.
die BesonnenheitRuhige, überlegte Art, auch in schwierigen Situationen vernünftig zu handeln.Dank der Besonnenheit des Piloten landete das Flugzeug sicher.
die BestürzungStarkes Erschrecken und Betroffenheit über ein unerwartetes, schlimmes Ereignis.Die Nachricht von seinem Tod löste große Bestürzung aus.
die BetriebsamkeitGeschäftiges Treiben, bei dem viele Menschen eifrig beschäftigt sind.Vor dem Fest herrschte in der Küche hektische Betriebsamkeit.
die BewandtnisBesonderer Grund oder Hintergrund, der hinter einer Sache steckt.Mit dem alten Ring hat es eine ganz besondere Bewandtnis.
die BigotterieÜbertriebene, scheinheilige Frömmigkeit, hinter der wenig echte Überzeugung steckt.Der Roman entlarvt die Bigotterie der kleinstädtischen Gesellschaft.
der BildungsbürgerPerson aus dem Bürgertum, die großen Wert auf Kultur, Kunst und Wissen legt.Der typische Bildungsbürger besucht die Oper und liest die Klassiker.
die BinsenweisheitAllgemein bekannte Tatsache, die so selbstverständlich ist, dass man sie nicht erwähnen muss.Dass Übung den Meister macht, ist eine Binsenweisheit.
der BlickwinkelBestimmte Sichtweise, aus der man eine Sache betrachtet und beurteilt.Aus dem Blickwinkel der Kinder sieht das Problem ganz anders aus.
die BorniertheitGeistige Enge, bei der man starr an beschränkten Ansichten festhält.Die Borniertheit der Behörde machte jede vernünftige Lösung unmöglich.
die BrandredeLeidenschaftliche, aufrüttelnde Rede, die Empörung oder Begeisterung entfachen soll.Die Aktivistin hielt eine Brandrede gegen die Zerstörung des Regenwalds.
die BrüskierungGrobe, verletzende Zurückweisung, mit der man jemanden vor den Kopf stößt.Das Fernbleiben vom Empfang galt als offene Brüskierung des Gastgebers.
die BürgerpflichtAufgabe, die jeder Einwohner gegenüber der Gemeinschaft und dem Staat zu erfüllen hat.Wählen zu gehen betrachtet meine Großmutter als Bürgerpflicht.
der ChauvinismusÜbersteigertes Gefühl der Überlegenheit der eigenen Nation oder des eigenen Geschlechts.Seine Witze über Frauen zeugten von plumpem Chauvinismus.
die ChimäreTrugbild oder Hirngespinst; etwas, das man sich vorstellt, das aber nicht existiert.Die Idee vom ewigen Wachstum erwies sich als Chimäre.
die ChronikAufzeichnung geschichtlicher Ereignisse in ihrer zeitlichen Reihenfolge.In der Chronik des Dorfes ist jeder Brand seit 1650 verzeichnet.
die CourageMut, besonders der Mut, für seine Überzeugungen offen einzutreten.Es braucht Courage, einem Vorgesetzten öffentlich zu widersprechen.
die DekadenzKultureller und moralischer Verfall, oft verbunden mit übertriebenem Luxus.Der Roman schildert die Dekadenz der Aristokratie vor der Revolution.
die DemagogiePolitische Hetze, die mit Lügen und Gefühlen das Volk aufwiegelt.Mit plumper Demagogie versuchte er, die Wähler gegeneinander aufzubringen.
der DemagogePolitiker, der die Massen mit Lügen und Gefühlen aufhetzt und manipuliert.Ein geschickter Demagoge weiß genau, welche Ängste er schüren muss.
die DenkweiseArt und Weise, wie jemand über Dinge nachdenkt und sie beurteilt.Ihre Denkweise unterscheidet sich stark von der ihrer Eltern.
die DestruktivitätNeigung, etwas zu zerstören oder nur negativ zu wirken.Die Destruktivität seiner Kritik half niemandem weiter.
die DichotomieAufteilung in zwei streng voneinander getrennte, gegensätzliche Teile.Die Dichotomie von Gut und Böse ist in Märchen besonders deutlich.
der DichterPerson, die literarische Werke, besonders in Versen, verfasst.Goethe gilt als der bedeutendste Dichter der deutschen Klassik.
die DichtungSprachliches Kunstwerk; auch die Gesamtheit der Literatur einer Epoche.Die Dichtung des Barock ist reich an Bildern der Vergänglichkeit.
die DiffamierungVerbreitung von Behauptungen, die den guten Ruf eines Menschen absichtlich zerstören.Der Journalist wehrte sich vor Gericht gegen die Diffamierung seiner Person.
die DiskrepanzDeutlicher Unterschied zwischen zwei Dingen, die eigentlich übereinstimmen sollten.Zwischen seinen Worten und seinen Taten besteht eine große Diskrepanz.
die DiskretionFähigkeit, Vertrauliches für sich zu behalten; taktvolle Zurückhaltung.Bei unserer Bank können Sie sich auf absolute Diskretion verlassen.
die DistinktionVornehme Abgrenzung von anderen, auch durch Geschmack und Lebensstil.Teure Weine dienen vielen eher der Distinktion als dem Genuss.
die DoppelmoralHaltung, bei der man an andere strengere Maßstäbe anlegt als an sich selbst.Er predigt Sparsamkeit und fliegt erster Klasse: reine Doppelmoral!
die DreistigkeitFreches, unverschämtes Verhalten ohne jede Scheu.Mit unglaublicher Dreistigkeit drängelte er sich an der Schlange vorbei.
die DürftigkeitMangelhafter, ärmlicher Zustand; geringe Menge oder Qualität.Die Dürftigkeit der Beweise führte zum Freispruch des Angeklagten.
der DuktusCharakteristische Art der Linienführung in einer Handschrift oder des Ausdrucks in einem Text.Am Duktus der Briefe erkannte der Experte sofort den Verfasser.
die EhrfurchtTiefe Achtung vor etwas Erhabenem, gemischt mit leiser Scheu.Mit Ehrfurcht standen die Besucher vor dem gewaltigen Dom.
der EigenbrötlerEinzelgänger mit seltsamen Gewohnheiten, der lieber für sich bleibt.Der alte Uhrmacher galt im Dorf als Eigenbrötler, der kaum mit jemandem sprach.
die EigenheitBesonderes Merkmal oder Gewohnheit, die typisch für jemanden ist.Es ist eine Eigenheit meines Vaters, immer zehn Minuten zu früh zu kommen.
die EitelkeitÜbertriebene Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen und der Wirkung auf andere.Aus reiner Eitelkeit trägt er keine Brille.
der EkelHeftiger Widerwille gegen etwas, das man abstoßend findet.Beim Anblick der verdorbenen Speisen empfand sie tiefen Ekel.
die EkstaseRauschhafter Zustand höchster Begeisterung, in dem man sich selbst vergisst.Beim Konzert gerieten die Fans in Ekstase.
die EloquenzGewandtheit im Sprechen; Fähigkeit, sich schön und überzeugend auszudrücken.Mit seiner Eloquenz überzeugte der Anwalt die Geschworenen.
die EmpfänglichkeitOffenheit für Eindrücke und Einflüsse; auch Anfälligkeit für etwas.Kinder haben eine große Empfänglichkeit für Musik.
die EndlichkeitTatsache, dass etwas, besonders das Leben, begrenzt ist und einmal aufhört.Im Alter wird einem die Endlichkeit des Daseins immer bewusster.
die EngstirnigkeitBeschränkte Denkweise, die keine anderen Meinungen zulässt.Ihre Engstirnigkeit machte jede Diskussion mit ihr anstrengend.
die EntbehrungMangel an Dingen, die man zum Leben braucht oder sich wünscht.Nach Jahren der Entbehrung genoss die Familie den bescheidenen Wohlstand.
das EntgegenkommenFreundliche Bereitschaft, auf die Wünsche eines anderen einzugehen.Wir danken Ihnen für Ihr Entgegenkommen bei der Terminplanung.
die EntgleisungTaktloser, unpassender Ausspruch oder Fehltritt im Verhalten.Nach der verbalen Entgleisung im Parlament musste sich der Abgeordnete entschuldigen.
die EntsagungFreiwilliger Verzicht auf Wünsche, Genüsse oder Ansprüche.Ein Leben in Entsagung ist für die meisten Menschen schwer vorstellbar.
das EntsetzenHeftiger Schrecken angesichts von etwas Grauenhaftem.Mit Entsetzen sahen die Zuschauer, wie der Kletterer abrutschte.
die EpiphaniePlötzliche Erkenntnis, bei der einem etwas Wichtiges schlagartig klar wird.Beim Spaziergang am Meer hatte sie eine Epiphanie: Sie musste ihr Leben ändern.
die ErbauungSeelische Stärkung und innere Erhebung, etwa durch Kunst oder Religion.Am Sonntag las der Großvater zur Erbauung in alten Psalmen.
die ErbitterungTiefer, nachhaltiger Groll und heftiger, zorniger Ärger.Der Streik wurde mit großer Erbitterung auf beiden Seiten geführt.
die ErhabenheitFeierliche Größe und Würde, die Bewunderung und Ehrfurcht weckt.Die Erhabenheit der Alpen bei Sonnenaufgang machte alle sprachlos.
die ErschütterungStarke seelische Bewegtheit nach einem schlimmen Erlebnis; auch heftiges Beben.Die Katastrophe löste im ganzen Land tiefe Erschütterung aus.
die ErwiderungAntwort, besonders auf einen Vorwurf oder eine Behauptung.Auf seine scharfe Kritik folgte eine ebenso scharfe Erwiderung.
die EuphorieZustand überschwänglicher Hochstimmung und Begeisterung.Nach dem Wahlsieg herrschte in der Partei große Euphorie.
der EuphemismusBeschönigender Ausdruck, der etwas Unangenehmes harmloser klingen lässt.„Freisetzung von Personal“ ist ein Euphemismus für Entlassungen.
die ExzentrikUngewöhnliches, überspanntes Verhalten, das stark von der Norm abweicht.Die Exzentrik des Malers zeigte sich schon in seiner bunten Kleidung.
der ExzessAusschweifung; Handlung, die jedes vernünftige Maß überschreitet.Die Party endete in einem Exzess aus Alkohol und Lärm.
die FassadeVorderseite eines Gebäudes; übertragen: äußerer Schein, hinter dem sich etwas anderes verbirgt.Hinter der freundlichen Fassade verbarg sich ein berechnender Mensch.
der FatalismusÜberzeugung, dass alles vom Schicksal vorherbestimmt ist und man nichts ändern kann.Mit stillem Fatalismus nahm er die schlechte Nachricht hin.
die FehdeLang andauernder, erbitterter Streit zwischen Personen oder Gruppen.Die beiden Familien lagen seit Generationen in Fehde miteinander.
die FeigheitMangel an Mut; ängstliches Ausweichen vor Gefahr oder Verantwortung.Aus Feigheit schwieg er, als sein Kollege ungerecht behandelt wurde.
die FertigkeitDurch Übung erworbene Geschicklichkeit bei einer bestimmten Tätigkeit.Das Schnitzen erfordert große handwerkliche Fertigkeit.
der FetischGegenstand, dem übertriebene, fast magische Bedeutung beigemessen wird.Für manche Ökonomen ist das Wachstum zum Fetisch geworden.
die FloskelLeere, formelhafte Redewendung ohne echten Inhalt.„Wir arbeiten mit Hochdruck daran“ ist eine beliebte Floskel von Behörden.
die FlüchtigkeitEigenschaft von etwas, das schnell vergeht; auch Ungenauigkeit aus Eile.Die Flüchtigkeit des Augenblicks hielt der Fotograf meisterhaft fest.
die FrömmigkeitTiefe religiöse Gläubigkeit, die sich im Leben zeigt.Die Frömmigkeit ihrer Großmutter beeindruckte selbst die Skeptiker.
der FrevelSchwere Verletzung dessen, was heilig oder geachtet ist; Untat.Es wäre ein Frevel, diesen alten Wald für einen Parkplatz abzuholzen.
die FrivolitätLeichtfertiger, respektloser Umgang mit ernsten Dingen; auch Schlüpfrigkeit.Die Frivolität seiner Bemerkungen über den Krieg schockierte das Publikum.
die FügungEreignis, das wie durch eine höhere Macht bestimmt erscheint.Durch eine glückliche Fügung trafen sich die Geschwister nach dreißig Jahren wieder.
die GalgenfristLetzte kurze Frist, die man noch bekommt, bevor etwas Unangenehmes geschieht.Die Bank gewährte dem Schuldner eine Galgenfrist von zwei Wochen.
der GalgenhumorHumor, mit dem man eine schlimme, ausweglose Lage zu ertragen versucht.Mit Galgenhumor kommentierten die Passagiere die zwölfte Stunde Verspätung.
die GebärdeAusdrucksvolle Bewegung des Körpers, besonders der Hände.Mit einer großen Gebärde lud er die Gäste ein, Platz zu nehmen.
das GebarenAuffälliges, meist negativ bewertetes Verhalten oder Auftreten.Das herrische Gebaren des neuen Managers stieß auf Ablehnung.
das GebotMoralische oder religiöse Regel; auch ein Angebot bei einer Versteigerung.Höflichkeit gegenüber Gästen ist ein Gebot der Gastfreundschaft.
die GediegenheitSolide, hochwertige Beschaffenheit, die von Qualität und Geschmack zeugt.Die Gediegenheit der Eichenmöbel verlieh dem Raum Würde.
die GefälligkeitKleiner Dienst, den man jemandem aus Freundlichkeit erweist.Ich habe ihm nur eine Gefälligkeit erwiesen und erwarte keine Gegenleistung.
die GefasstheitRuhige, beherrschte Haltung in einer schweren Situation.Mit bewundernswerter Gefasstheit nahm die Witwe die Beileidsbekundungen entgegen.
der GegenpolGegenstück, das das genaue Gegenteil von etwas anderem darstellt.Die stille Schwester bildet den Gegenpol zu ihrem lauten Bruder.
die GehässigkeitBöswillige, feindselige Gesinnung, die anderen schaden will.Mit unverhohlener Gehässigkeit verbreitete sie Gerüchte über ihre Rivalin.
der GeizÜbertriebene Sparsamkeit; Unwilligkeit, Geld auszugeben oder zu teilen.Sein Geiz ging so weit, dass er im Winter nicht heizte.
das GelübdeFeierliches Versprechen, besonders gegenüber Gott.Die Novizin legte das Gelübde der Armut ab.
die GemütsverfassungSeelischer Zustand, in dem sich jemand gerade befindet.In seiner jetzigen Gemütsverfassung sollte er keine wichtigen Entscheidungen treffen.
die GenügsamkeitEigenschaft, mit wenig zufrieden zu sein und keine großen Ansprüche zu stellen.Die Genügsamkeit der Bergbauern beeindruckte die Städter.
das GeprägeKennzeichnendes Aussehen oder Charakter, den etwas einer Sache verleiht.Die vielen Fachwerkhäuser geben der Altstadt ihr Gepräge.
die GeringschätzungHaltung, mit der man jemanden oder etwas als wertlos oder unwichtig ansieht.Er sprach mit offener Geringschätzung von seinen Kollegen.
der GestusTypische Art des Ausdrucks oder Auftretens; auch eine bedeutungsvolle Gebärde.Der Roman ist im Gestus eines alten Märchens erzählt.
das GetöseAnhaltender, dröhnender Lärm.Mit lautem Getöse stürzte die alte Brücke in den Fluss.
die GewissheitSicheres Wissen; Zustand, in dem man keine Zweifel mehr hat.Erst nach dem Test hatte sie die Gewissheit, dass sie gesund war.
das GezeterLautes, anhaltendes Schimpfen und Jammern.Das Gezeter der Nachbarin war bis auf die Straße zu hören.
die GierMaßloses, heftiges Verlangen nach etwas, besonders nach Besitz.Die Gier nach immer mehr Geld trieb ihn in den Ruin.
der GleichmutInnere Ruhe, mit der man auch Unangenehmes gelassen hinnimmt.Mit stoischem Gleichmut ertrug er die Beschimpfungen.
der GräuelAbscheuliche Tat; auch etwas, das man zutiefst verabscheut.Jede Form von Bürokratie ist ihm ein Gräuel.
die GratifikationZusätzliche Geldzahlung als Anerkennung, etwa zu Weihnachten.Zum Jahresende erhielten alle Mitarbeiter eine großzügige Gratifikation.
der GrollLange gehegter, unterdrückter Zorn gegen jemanden.Noch Jahre später hegte sie einen tiefen Groll gegen ihren früheren Chef.
die GrößenordnungUngefähres Ausmaß oder Umfang einer Menge.Schäden in dieser Größenordnung hatte die Versicherung noch nie bezahlt.
der GrößenwahnKrankhafte Überschätzung der eigenen Bedeutung und Fähigkeiten.Im Größenwahn plante der Unternehmer, den höchsten Turm der Welt zu bauen.
die GunstWohlwollen, das ein Mächtiger jemandem entgegenbringt.Der junge Maler gewann die Gunst des Fürsten.
die HämeBoshafte Freude, mit der man andere verspottet, wenn ihnen etwas misslingt.Nach seiner Niederlage musste der Politiker viel Häme in den sozialen Medien ertragen.
der HangNeigung oder Vorliebe für etwas; auch ein schräger Abhang eines Berges.Schon als Kind hatte sie einen Hang zum Theatralischen.
die HarmonieZustand, in dem alle Teile gut zusammenpassen und Eintracht herrscht.Die Familie lebte in vollkommener Harmonie miteinander.
die HartnäckigkeitAusdauernde Beharrlichkeit, mit der man ein Ziel trotz Widerständen verfolgt.Nur durch ihre Hartnäckigkeit bekam sie am Ende doch noch die Stelle.
die HäresieLehre, die von der offiziellen Glaubenslehre einer Kirche abweicht; Ketzerei.Im Mittelalter wurde Häresie oft mit dem Tod bestraft.
die HeimsuchungSchweres Unglück oder Leid, das über jemanden hereinbricht.Die Dürre war eine wahre Heimsuchung für die Bauern der Region.
das HeilZustand von Glück und Erlösung; auch Rettung aus einer Not.Viele suchten ihr Heil in der Auswanderung nach Amerika.
die HeiterkeitFröhliche, gelassene Stimmung; auch lautes Lachen in einer Gruppe.Seine trockene Bemerkung sorgte im Publikum für große Heiterkeit.
der HochmutÜberhebliches Gefühl, besser zu sein als andere.Der Volksmund sagt: Hochmut kommt vor dem Fall.
die HörigkeitVöllige seelische Abhängigkeit von einem anderen Menschen.Ihre Hörigkeit gegenüber dem Sektenführer erschreckte die Familie.
der HohnVerächtlicher Spott, mit dem man jemanden bloßstellt.Seine Vorschläge wurden mit Hohn und Spott quittiert.
die HuldigungEhrerbietige Verehrung, mit der man jemanden feiert oder würdigt.Das Konzert war eine Huldigung an den großen Komponisten.
die HybrisMaßlose Selbstüberschätzung, die oft zum Untergang führt.In der griechischen Tragödie wird der Held für seine Hybris bestraft.
die HysterieÜbertriebene, unkontrollierte Aufregung, oft in einer ganzen Gruppe.Nach den ersten Gerüchten brach in der Stadt kollektive Hysterie aus.
die IdylleBild oder Zustand friedlichen, einfachen und harmonischen Lebens.Das kleine Bergdorf wirkte wie eine ländliche Idylle.
die IllusionFalsche, schöne Vorstellung von etwas, die nicht der Wirklichkeit entspricht.Er gab sich der Illusion hin, schnell reich zu werden.
die ImpertinenzFreche, ungehörige Unverschämtheit.Die Impertinenz seiner Antwort verschlug dem Lehrer die Sprache.
die IndiskretionWeitergabe von vertraulichen Informationen; Mangel an Verschwiegenheit.Durch eine Indiskretion gelangten die Pläne an die Presse.
die InfamieNiederträchtige, bösartige Handlung oder Gesinnung.Die Infamie dieser Verleumdung ist kaum zu überbieten.
die InbrunstLeidenschaftliche Hingabe und Glut der Gefühle.Der Chor sang mit großer Inbrunst.
der InbegriffVollkommenstes Beispiel für eine Eigenschaft oder Sache.Für viele ist Paris der Inbegriff der Romantik.
die InkonsequenzMangel an Folgerichtigkeit; Handeln, das den eigenen Grundsätzen widerspricht.Die Inkonsequenz der Eltern verwirrt die Kinder mehr als jede Strenge.
die IntrigeHinterhältiges Ränkespiel, mit dem man jemandem heimlich schaden will.Der Minister stolperte über eine geschickt eingefädelte Intrige.
der IrrglaubeFalsche Überzeugung, die viele Menschen teilen.Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass man im Schlaf nichts lernen kann.
der IrrwegFalscher Weg; übertragen: falsche Methode, die nicht zum Ziel führt.Die Forscher erkannten, dass ihre Theorie ein Irrweg gewesen war.
der JammerLautes Klagen; auch ein bedauerlicher, trauriger Zustand.Es ist ein Jammer, dass das schöne alte Haus abgerissen wird.
der JubelLautes Ausdrücken großer Freude, meist durch Schreien und Klatschen.Als das Tor fiel, brach im Stadion grenzenloser Jubel aus.
die KalamitätPeinliche oder schwierige Lage; Missstand.Der Ausfall der Heizung im Winter war eine echte Kalamität.
die KaprioleÜbermütiger Sprung; übertragen: launenhafter, überraschender Einfall.Das Wetter schlug in diesem April wilde Kapriolen.
die KarikaturZeichnung, die eine Person oder Sache übertrieben und spöttisch darstellt.Die Karikatur in der Zeitung zeigte den Kanzler als winzigen Zwerg.
die KatharsisSeelische Reinigung durch das Erleben starker Gefühle, besonders im Theater.Nach dem langen Streitgespräch empfanden beide eine Art Katharsis.
die KehrtwendePlötzliche, völlige Änderung einer Meinung oder Politik.Mit dieser Kehrtwende überraschte die Regierung selbst ihre Anhänger.
der KlüngelAbwertend: Gruppe, die sich gegenseitig Vorteile verschafft; Vetternwirtschaft.Im Stadtrat herrschte ein undurchsichtiger Klüngel aus alten Freunden.
die KoketterieSpielerisches Bemühen, anderen zu gefallen und Aufmerksamkeit zu erregen.Mit einer gewissen Koketterie spielte sie mit ihren Haaren.
die KühnheitMutige Unerschrockenheit, die auch vor Risiken nicht zurückschreckt.Die Kühnheit des Plans überraschte alle Experten.
die KurzweilAngenehmer, unterhaltsamer Zeitvertreib.Zur Kurzweil der Gäste spielte am Abend eine kleine Band.
die LarmoyanzWeinerliches, übertriebenes Selbstmitleid.Die Larmoyanz seiner Briefe ging selbst seinen Freunden auf die Nerven.
das LasterSchlechte Gewohnheit oder moralische Schwäche, der man immer wieder nachgibt.Rauchen ist sein einziges Laster.
die LauterkeitAufrichtigkeit und Ehrlichkeit der Absichten.An der Lauterkeit ihrer Motive zweifelte niemand.
die LethargieZustand der Trägheit und Teilnahmslosigkeit.Nach der Niederlage verfiel die Mannschaft in tiefe Lethargie.
die LästerungBeleidigende, verächtliche Rede über etwas Heiliges oder über andere.Seine abfälligen Worte über das Ehrenmal empfanden viele als Lästerung.
die LeutseligkeitFreundliche, wohlwollende Art eines Höhergestellten gegenüber einfachen Leuten.Die Leutseligkeit des Bürgermeisters machte ihn bei allen beliebt.
die LobhudeleiÜbertriebenes, unehrliches Loben, um sich beliebt zu machen.Die Rede war eine peinliche Lobhudelei auf den Vorstand.
die MachenschaftMeist im Plural: geheime, unlautere Handlung, um ein Ziel zu erreichen.Der Journalist deckte die Machenschaften der Firma auf.
die MäßigungZurückhaltung, durch die man ein gesundes Maß einhält.Der Arzt riet ihm zu mehr Mäßigung beim Essen und Trinken.
die MelancholieAnhaltende, stille Traurigkeit und Schwermut.Im Herbst überkommt ihn oft eine leise Melancholie.
die MenschenkenntnisFähigkeit, andere Personen und ihren Charakter richtig einzuschätzen.Dank ihrer Menschenkenntnis durchschaute sie den Betrüger sofort.
die MetapherSprachliches Bild, bei dem ein Wort in übertragener Bedeutung gebraucht wird.„Das Meer der Zeit“ ist eine poetische Metapher.
die MieneGesichtsausdruck, der Gefühle oder Gedanken verrät.Mit ernster Miene verkündete der Arzt die Diagnose.
die MissgunstNeid, mit dem man anderen ihren Erfolg oder ihr Glück nicht gönnt.Sein Erfolg weckte die Missgunst der Kollegen.
die MittelmäßigkeitZustand von etwas, das weder gut noch schlecht, sondern nur durchschnittlich ist.Der Kritiker warf dem Film fade Mittelmäßigkeit vor.
die MußeFreie Zeit, die man in Ruhe und ohne Pflichten genießen kann.Im Urlaub fand er endlich die Muße, ein Buch zu lesen.
die MutwilligkeitAbsicht, mit der jemand aus Übermut oder Bosheit Schaden anrichtet.Die Mutwilligkeit der Zerstörung empörte die Anwohner.
der MythosÜberlieferte Sage von Göttern und Helden; auch eine verklärte Legende.Um den früh verstorbenen Sänger rankt sich ein Mythos.
die NachsichtVerständnisvolle Geduld, mit der man Fehler anderer verzeiht.Bitte haben Sie Nachsicht mit unserem neuen Kollegen.
der NachrufWürdigender Text oder Rede über einen gerade Verstorbenen.In der Zeitung erschien ein bewegender Nachruf auf die Schauspielerin.
der NarzissmusÜbertriebene Selbstverliebtheit und ständiges Bedürfnis nach Bewunderung.Sein Narzissmus ließ keinen Platz für die Gefühle anderer.
die NächstenliebeUneigennützige Hilfsbereitschaft gegenüber anderen Menschen.Aus Nächstenliebe kocht sie jeden Sonntag für Obdachlose.
die NiedertrachtGemeine, verachtenswerte Gesinnung oder Tat.Mit unglaublicher Niedertracht hatte er seine besten Freunde betrogen.
die NostalgieSehnsüchtige Erinnerung an vergangene, scheinbar bessere Zeiten.Beim Anblick der alten Fotos erfasste ihn Nostalgie.
der ObskurantismusBestreben, Menschen absichtlich unwissend zu halten und Aufklärung zu verhindern.Der Philosoph kämpfte sein Leben lang gegen den Obskurantismus.
die ObsessionZwanghafte Vorstellung, von der man nicht loskommt.Das Sammeln alter Münzen wurde für ihn zur Obsession.
die ÖdnisLeere, Langeweile und Trostlosigkeit eines Ortes oder Zustands.Die Ödnis der Vorstadt trieb die Jugendlichen in die Großstadt.
die OpulenzÜppige, verschwenderische Fülle und Pracht.Die Opulenz des Festmahls beeindruckte die Gäste.
die OrthodoxieStrenges Festhalten an einer überlieferten Lehre.Die junge Forscherin stellte die Orthodoxie ihres Fachs in Frage.
die ParanoiaKrankhaftes Misstrauen und Gefühl, verfolgt zu werden.Seine Paranoia ging so weit, dass er niemandem mehr traute.
die ParodieSpöttische Nachahmung eines Werks oder Stils.Der Film ist eine gelungene Parodie auf alte Agentenfilme.
das PathosFeierlicher, oft übertriebener Ausdruck großer Gefühle.Der Redner sprach mit viel Pathos von Ehre und Vaterland.
die PedanterieÜbertriebene Genauigkeit in Kleinigkeiten.Seine Pedanterie bei der Rechtschreibung trieb die Kollegen zur Verzweiflung.
der PedantMensch, der übertrieben genau ist und auf Kleinigkeiten besteht.Der Buchhalter ist ein Pedant, der jeden Cent zweimal zählt.
der PessimismusNeigung, immer das Schlimmste zu erwarten.Trotz ihres Pessimismus ging die Prüfung gut aus.
die PietätEhrfürchtige Rücksicht, besonders gegenüber Verstorbenen.Aus Pietät verzichtete die Presse auf Fotos von der Beerdigung.
die PlattitüdeAbgedroschene, nichtssagende Bemerkung.Statt echter Argumente lieferte er nur eine Plattitüde nach der anderen.
die PolemikScharfe, oft unsachliche Kritik in einer öffentlichen Auseinandersetzung.Der Artikel war eher Polemik als sachliche Analyse.
die PrahlereiStändiges Angeben mit den eigenen Leistungen oder Besitztümern.Seine Prahlerei mit dem neuen Auto ging allen auf die Nerven.
die PrägungFormung des Charakters durch Erfahrungen; auch das Einprägen eines Musters.Die katholische Prägung seiner Kindheit merkt man ihm noch heute an.
die PrüderieÜbertriebene Schamhaftigkeit, besonders in sexuellen Dingen.Die Prüderie des 19. Jahrhunderts verbot sogar das Zeigen von Knöcheln.
die PrunksuchtÜbertriebenes Verlangen, Reichtum und Pracht zur Schau zu stellen.Die Prunksucht des Königs ruinierte die Staatskasse.
der PrunkPrächtige, verschwenderische Ausstattung, die Reichtum zeigen soll.Der Palast war mit unvorstellbarem Prunk eingerichtet.
der PurismusStreben nach Reinheit, besonders nach einer Sprache ohne fremde Wörter.Sprachlicher Purismus wirkt heute oft altmodisch.
die RaffgierRücksichtsloses Streben, möglichst viel an sich zu bringen.Die Raffgier der Spekulanten trieb die Mieten in die Höhe.
die RaffinesseSchlauheit und Geschick; auch verfeinerte Eleganz.Der Einbruch wurde mit großer Raffinesse geplant.
der RauschZustand nach zu viel Alkohol; auch überwältigendes Glücksgefühl.Nach dem Fest musste er erst seinen Rausch ausschlafen.
die RedlichkeitEhrlichkeit und Anständigkeit im Handeln.Seine Redlichkeit im Geschäftsleben war weithin bekannt.
die ReueTiefes Bedauern über etwas Falsches, das man getan hat.Der Angeklagte zeigte vor Gericht keine Reue.
die RhetorikKunst der wirkungsvollen Rede; auch die Art, wie jemand redet.Mit geschickter Rhetorik lenkte der Politiker von den Fakten ab.
die SanftmutMilde, geduldige Art, die frei von Zorn und Härte ist.Mit großer Sanftmut beruhigte die Erzieherin das weinende Kind.
der SarkasmusBeißender, bitterer Spott, der oft das Gegenteil des Gesagten meint.„Toll gemacht“, sagte er voller Sarkasmus, als die Vase zerbrach.
die SatireKunstform, die Missstände durch Übertreibung und Spott kritisiert.Die Fernsehsendung ist eine bissige Satire auf den Politikbetrieb.
die SchadenfreudeFreude über das Unglück oder Missgeschick eines anderen.Als der Angeber ins Wasser fiel, konnten wir unsere Schadenfreude kaum verbergen.
die SchamlosigkeitVerhalten ohne jedes Gefühl für Anstand und Peinlichkeit.Mit welcher Schamlosigkeit er öffentlich lügt, ist erstaunlich.
die ScheinheiligkeitHeuchelei; Vortäuschen von Tugend und guten Absichten.Die Scheinheiligkeit der Konzernchefs, die von Umweltschutz reden, ärgert viele.
die SchelteHeftiger Tadel, scharfe Kritik.Für den verspäteten Bericht bekam er vom Chef eine gehörige Schelte.
die SchicksalsfügungEreignis, das wie von einer höheren Macht bestimmt und nicht geplant erscheint.Dass sie sich im Zug trafen, hielten beide für eine Schicksalsfügung.
die SchikaneAbsichtliche Gemeinheit, mit der man jemanden ärgert oder quält.Die ständigen Kontrollen empfanden die Mitarbeiter als reine Schikane.
die SchlichtheitEinfachheit ohne Schmuck und Übertreibung.Die Schlichtheit der Kirche wirkte auf die Besucher besonders feierlich.
die SchmachTiefe Demütigung und Schande.Die Niederlage gegen den Außenseiter war eine Schmach für den Verein.
die SchmeicheleiÜbertriebenes, unehrliches Lob, mit dem man sich beliebt machen will.Mit plumper Schmeichelei versuchte er, die Chefin für sich zu gewinnen.
die SchwermutTiefe, lähmende Traurigkeit.Nach dem Tod seiner Frau versank der alte Mann in Schwermut.
die SchwärmereiÜbertriebene Begeisterung für eine Person oder eine Idee.Ihre Schwärmerei für den Sänger hielt nicht lange an.
die SehnsuchtStarkes, schmerzliches Verlangen nach jemandem oder etwas Fernem.Im Ausland hatte sie große Sehnsucht nach ihrer Heimat.
die SelbstgefälligkeitEitles Gefallen an der eigenen Person und den eigenen Leistungen.Seine Selbstgefälligkeit machte ihn blind für die eigenen Fehler.
die SelbstherrlichkeitHaltung, bei der man eigenmächtig entscheidet, ohne auf andere Rücksicht zu nehmen.Die Selbstherrlichkeit des Direktors führte zu vielen Kündigungen.
die SelbstzufriedenheitGefühl, mit der eigenen Person und Leistung völlig im Reinen zu sein, ohne Anlass zur Verbesserung zu sehen.Nach dem Erfolg machte sich in der Firma gefährliche Selbstzufriedenheit breit.
die SinnlichkeitEmpfänglichkeit für Genüsse der Sinne; auch erotische Ausstrahlung.Die Gemälde des Künstlers sind voller Sinnlichkeit und Farbe.
die SkrupellosigkeitRücksichtsloses Handeln ohne moralische Bedenken.Mit beispielloser Skrupellosigkeit verdrängte er seine Konkurrenten.
der SkrupelMoralischer Zweifel, der einen von einer Handlung abhält.Er hatte keine Skrupel, seinen besten Freund zu belügen.
der SpottÄußerungen, mit denen man sich über jemanden lustig macht.Der neue Hut brachte ihm nur Spott ein.
die SprachgewaltMeisterhafte Fähigkeit, mit Worten stark und eindrucksvoll umzugehen.Die Sprachgewalt dieses Dichters ist bis heute unerreicht.
die StarrköpfigkeitEigensinnige Weigerung, von der eigenen Meinung abzurücken.Seine Starrköpfigkeit verhinderte jeden Kompromiss.
die StarrheitUnbeweglichkeit; Unfähigkeit, sich anzupassen oder zu verändern.Die Starrheit der Regeln ließ keinen Raum für Ausnahmen.
die StringenzLogische Folgerichtigkeit und Strenge eines Gedankengangs.Die Argumentation der Doktorarbeit überzeugt durch ihre Stringenz.
der StumpfsinnGeistlose Eintönigkeit; auch geistige Trägheit.Nach Jahren am Fließband fürchtete er den Stumpfsinn seiner Arbeit.
die SühneWiedergutmachung oder Strafe, durch die man eine Schuld ausgleicht.Als Sühne für seine Tat arbeitete er ein Jahr im Krankenhaus.
die SüffisanzSelbstgefällige, spöttische Überlegenheit.Mit unerträglicher Süffisanz wies er auf jeden Fehler hin.
die SymbioseEnges Zusammenleben zum gegenseitigen Nutzen.Die Pilze und Bäume des Waldes leben in einer Symbiose.
die TatkraftEnergie und Entschlossenheit, Dinge anzupacken und umzusetzen.Mit ihrer Tatkraft baute sie die Firma aus dem Nichts auf.
die TaktlosigkeitMangel an Feingefühl im Umgang mit anderen; unpassende Bemerkung.Seine Frage nach ihrem Alter war eine grobe Taktlosigkeit.
der TiefsinnGedankliche Tiefe und Nachdenklichkeit.Die Gedichte verbinden Humor mit philosophischem Tiefsinn.
die TorheitDummheit; unvernünftige, unüberlegte Handlung.Es wäre eine Torheit, das Angebot abzulehnen.
die TragikSchweres, unabwendbares Leid, das jemanden schuldlos trifft.Die Tragik seines Lebens bestand darin, nie anerkannt worden zu sein.
die TrägheitMangel an Bewegung oder Antrieb; Faulheit.Gegen seine Trägheit am Morgen hilft nur ein starker Kaffee.
die TristesseTraurige, öde Stimmung; Trostlosigkeit.Die Tristesse des grauen Novembers schlug ihr aufs Gemüt.
der TriumphGroßer Sieg oder Erfolg; auch die Freude darüber.Die Aufführung wurde zu einem Triumph für den jungen Regisseur.
der TrotzHartnäckiger Widerstand aus Eigensinn, oft gegen Erwachsene oder Autoritäten.Aus reinem Trotz weigerte sich das Kind, die Jacke anzuziehen.
der ÜbermutAusgelassene Stimmung, in der man leichtsinnig wird.Im Übermut sprang er mit Kleidern in den See.
der ÜberdrussGefühl der Abneigung gegen etwas, von dem man zu viel hatte.Nach drei Wochen Strand empfand er Überdruss am Nichtstun.
die ÜberheblichkeitArrogantes Verhalten von jemandem, der sich über andere stellt.Mit Überheblichkeit blickte er auf die Anfänger herab.
die UmsichtBesonnene Aufmerksamkeit, bei der man alle Umstände berücksichtigt.Dank der Umsicht der Feuerwehr wurde niemand verletzt.
der UmtriebMeist im Plural: geheime, verdächtige Aktivitäten gegen eine Ordnung.Der Geheimdienst beobachtete die Umtriebe der Verschwörer.
die UnbillGehoben: Unrecht oder Ungemach, das jemand erleiden muss.Die Wanderer trotzten der Unbill des Wetters.
die UnverfrorenheitDreiste Frechheit ohne jede Scham.Mit Unverfrorenheit verlangte er eine Gehaltserhöhung, obwohl er kaum arbeitete.
die UnwägbarkeitUnsicherheit, die man nicht im Voraus abschätzen kann.Jede Expedition birgt Unwägbarkeiten, mit denen man rechnen muss.
der UnwilleÄrgerliche Unzufriedenheit oder Abneigung, etwas zu tun.Mit deutlichem Unwille machte er sich an die lästige Arbeit.
die UtopieVorstellung von einer idealen Gesellschaft, die (noch) nicht verwirklicht werden kann.Eine Welt ganz ohne Krieg bleibt wohl eine Utopie.
die VehemenzGroße Heftigkeit und Leidenschaft, mit der man etwas vertritt.Mit Vehemenz verteidigte sie ihren Standpunkt.
die VerachtungGefühl, dass jemand oder etwas keinerlei Achtung verdient.Er strafte seine Gegner mit eisiger Verachtung.
die VerblendungZustand, in dem man die Wirklichkeit nicht mehr klar sehen kann.In seiner Verblendung hielt er den Betrüger für seinen besten Freund.
die VerdrossenheitMissmutige Unlust und Enttäuschung über etwas.Die lange Wartezeit führte zu wachsender Verdrossenheit bei den Kunden.
die VerehrungTiefe Bewunderung und Hochachtung für jemanden.Die Verehrung der Fans für den Sänger kannte keine Grenzen.
die VerfehlungVerstoß gegen eine Regel oder moralische Pflicht.Wegen schwerer dienstlicher Verfehlung wurde der Beamte entlassen.
die VerfänglichkeitEigenschaft einer Frage oder Lage, die einen leicht in Schwierigkeiten bringt.Die Verfänglichkeit der Frage bemerkte der Zeuge zu spät.
die VergänglichkeitTatsache, dass alles irgendwann vergeht und nicht von Dauer ist.Die welkenden Blumen im Bild symbolisieren die Vergänglichkeit des Lebens.
die VerhöhnungVerspottung, die jemanden oder etwas lächerlich macht und verletzt.Das milde Urteil empfanden die Opfer als Verhöhnung.
die VerklärungBeschönigende Darstellung, durch die etwas schöner erscheint, als es war.Die Verklärung der Kindheit ist typisch für das Alter.
die VerlockungReiz, der dazu verführt, etwas zu tun.Der Verlockung des frischen Kuchens konnte sie nicht widerstehen.
die VermessenheitÜberhebliche Kühnheit, mit der man sich zu viel anmaßt.Es war Vermessenheit, ohne Erfahrung den Berg im Winter zu besteigen.
die VerschrobenheitSonderbare, eigenwillige Art eines Menschen.Die Verschrobenheit des alten Professors war an der Universität legendär.
die VerschwiegenheitFähigkeit oder Pflicht, Geheimnisse für sich zu behalten.Ärzte sind zur Verschwiegenheit über ihre Patienten verpflichtet.
die VersenkungTiefe Konzentration; auch Verschwinden aus der Öffentlichkeit.Nach seinem einzigen Hit verschwand der Sänger in der Versenkung.
die VerstimmungLeichte Verärgerung oder schlechte Laune zwischen Menschen.Die vergessene Einladung führte zu einer Verstimmung zwischen den Freundinnen.
die VerwegenheitKühner, draufgängerischer Mut, der Gefahren missachtet.Mit Verwegenheit kletterte der Junge auf das Dach.
die VerwerfungAblehnung; in der Geologie eine Verschiebung von Gesteinsschichten.Die Reform führte zu sozialen Verwerfung im ganzen Land.
die VerzückungZustand höchster Begeisterung und Entrückung.In Verzückung lauschte das Publikum der Sopranistin.
die VoreingenommenheitFeste Meinung über etwas, die man schon vor jeder Prüfung hat.Der Richter wurde wegen Voreingenommenheit abgelehnt.
die VorsehungGöttliche Macht, die die Welt lenkt und den Lauf der Dinge bestimmt.Er glaubte, die Vorsehung habe ihn vor dem Unglück bewahrt.
die WehmutLeise Traurigkeit beim Gedanken an Vergangenes.Mit Wehmut erinnerte sich die alte Dame an ihre Jugend.
die WeitsichtFähigkeit, zukünftige Entwicklungen vorauszusehen und klug zu planen.Dank der Weitsicht der Gründer war die Firma gut auf die Krise vorbereitet.
die WeltanschauungGesamtheit der Überzeugungen, mit denen jemand die Welt deutet.Ihre Weltanschauung ist stark von der Philosophie des Ostens geprägt.
der WeltschmerzTiefe Traurigkeit über die Unvollkommenheit der Welt.Der junge Dichter litt an romantischem Weltschmerz.
die WendigkeitFähigkeit, sich schnell und geschickt anzupassen oder zu bewegen.Die Wendigkeit des kleinen Bootes rettete die Fischer.
die WiderspenstigkeitStörrisches Verhalten, mit dem man sich gegen Anweisungen wehrt.Die Widerspenstigkeit des Pferdes machte den Reitern zu schaffen.
die WillfährigkeitÜbertriebene Bereitschaft, sich den Wünschen anderer zu fügen.Die Willfährigkeit der Beamten gegenüber dem Diktator ist erschreckend.
die WonneGroßes Glücksgefühl, Entzücken.Es ist eine wahre Wonne, an einem heißen Tag im See zu schwimmen.
die WortklaubereiKleinliches Streiten über einzelne Wörter statt über den Inhalt.Die Debatte verlor sich in juristischer Wortklauberei.
der WucherVerlangen eines unangemessen hohen Preises oder Zinses.Zinsen von dreißig Prozent sind reiner Wucher.
die ZärtlichkeitLiebevolle, sanfte Zuneigung, die sich auch in Berührungen zeigt.Mit großer Zärtlichkeit streichelte sie das Kätzchen.
der ZeitgeistDenkweise und Geschmack, die für eine bestimmte Epoche typisch sind.Die Mode der Sechzigerjahre spiegelte den Zeitgeist der Befreiung wider.
der ZeitgenossePerson, die zur selben Zeit lebt oder lebte wie jemand anderes.Mozart war ein Zeitgenosse von Haydn.
die ZufluchtOrt oder Person, bei der man Schutz und Sicherheit findet.Während des Sturms suchten die Wanderer Zuflucht in einer Hütte.
die ZügellosigkeitFehlen jeder Selbstbeherrschung und Mäßigung.Die Zügellosigkeit der Feiernden endete mit einem Polizeieinsatz.
der ZwistStreit und Uneinigkeit, besonders zwischen nahestehenden Personen.Ein Zwist um das Erbe entzweite die Geschwister.
die WeltfluchtRückzug aus der Gesellschaft und den Problemen des Alltags.Seine Reisen in die Wüste waren eine Form der Weltflucht.
der ZynismusHaltung, die alle Ideale und Werte verächtlich und spöttisch abtut.Nach Jahren in der Politik war sein Idealismus einem kalten Zynismus gewichen.
der ZynikerMensch, der an nichts Gutes glaubt und Werte verspottet.Als Zyniker hielt er alle guten Taten für reinen Eigennutz.
das AbbildGenaue Wiedergabe oder Spiegelbild von etwas.Die Tochter ist das Abbild ihrer Mutter.
der AbgesangAbschied von etwas, das zu Ende geht; letzter Ausklang.Der Film ist ein melancholischer Abgesang auf die alte Zeitungswelt.
der AnklangÄhnlichkeit, die an etwas erinnert; auch Zustimmung und Beifall.Die neue Idee fand bei den Kollegen großen Anklang.
die AnthologieSammlung ausgewählter Texte verschiedener Autoren in einem Buch.Die Anthologie enthält Gedichte aus fünf Jahrhunderten.
der BildungsromanRoman, der die innere Entwicklung eines jungen Menschen schildert.„Wilhelm Meisters Lehrjahre“ gilt als klassischer Bildungsroman.
der BriefromanRoman, dessen Handlung ganz in Form von Briefen erzählt wird.Goethes „Werther“ ist ein berühmter Briefroman.
die BalladeLängeres Gedicht, das eine dramatische Geschichte erzählt.In der Schule lernten wir Schillers Ballade „Die Bürgschaft“ auswendig.
die ElegieKlagendes, trauriges Gedicht, oft über Verlust und Vergänglichkeit.Rilke schrieb eine berühmte Elegie auf dem Schloss Duino.
das EposLange Dichtung, die von Helden und großen Taten erzählt.Die „Odyssee“ ist ein antikes Epos von Homer.
die FabelKurze lehrhafte Erzählung, in der Tiere wie Menschen handeln.In der Fabel überlistet der Fuchs den eitlen Raben.
die GroteskeWerk, das das Komische mit dem Grausigen verzerrt verbindet.Die Theateraufführung war eine düstere Groteske über die Bürokratie.
die HymneFeierliches Lied zum Lob von etwas; auch das Lied einer Nation.Vor dem Spiel sangen die Fans die Hymne.
der KanonListe der Werke, die als grundlegend gelten; auch ein Lied mit versetzten Stimmen.Dieses Buch gehört zum Kanon der Weltliteratur.
die KompositionMusikstück; auch der planvolle Aufbau eines Kunstwerks.Die Komposition des Gemäldes führt den Blick zur Mitte.
die LyrikDichtung in Versen, die Gefühle und Stimmungen ausdrückt.Sie liest am liebsten Lyrik der Romantik.
der LyrikerDichter, der vor allem Gedichte schreibt.Der junge Lyriker veröffentlichte seinen ersten Gedichtband.
das ManuskriptHandschriftlicher oder getippter Text eines Werks vor dem Druck.Der Autor schickte das Manuskript an drei Verlage.
der MonologLängere Rede einer einzelnen Person ohne Gesprächspartner.Hamlets Monolog „Sein oder Nichtsein“ ist weltberühmt.
die OdeFeierliches, erhabenes Gedicht.Schillers Ode „An die Freude“ wurde von Beethoven vertont.
die ProsaUngebundene Sprache, die nicht in Versen oder Reimen geschrieben ist.Neben Gedichten schrieb er auch Prosa.
der ReimGleichklang von Wörtern am Ende von Versen.„Herz“ und „Schmerz“ bilden einen abgegriffenen Reim.
das SonettGedicht aus vierzehn Zeilen mit festem Aufbau.Petrarca und Shakespeare machten das Sonett in ganz Europa berühmt.
die StropheAbschnitt eines Gedichts oder Liedes aus mehreren Versen.Wir singen nur die erste Strophe des Liedes.
der VersZeile eines Gedichts mit bestimmtem Rhythmus.Jeder Vers dieses Gedichts hat genau zehn Silben.
die VerfremdungKünstlerisches Mittel, das Vertrautes ungewohnt erscheinen lässt.Brecht nutzte die Verfremdung, damit das Publikum kritisch nachdenkt.
das VorwortEinleitender Text am Anfang eines Buches.Im Vorwort erklärt die Autorin, wie das Buch entstanden ist.
das NachwortText am Ende eines Buches mit Erläuterungen oder Gedanken des Autors.Im Nachwort dankt der Übersetzer seinen Helfern.
die WidmungWorte, mit denen ein Werk einer bestimmten Person zugeeignet wird.Auf der ersten Seite stand eine persönliche Widmung für seine Mutter.
der ZyklusKreislauf; auch eine Reihe zusammengehöriger Kunstwerke.Schuberts Zyklus „Winterreise“ besteht aus 24 Liedern.
die AvantgardeVorkämpfer einer neuen Richtung, besonders in der Kunst.Die Künstlerin gehörte zur Avantgarde der abstrakten Malerei.
der ExpressionismusKunstrichtung des frühen 20. Jahrhunderts, die innere Gefühle stark ausdrückt.Die grellen Farben sind typisch für den Expressionismus.
die RomantikKulturepoche um 1800, die Gefühl, Natur und Fantasie betonte.Caspar David Friedrich ist ein bedeutender Maler der Romantik.
der RealismusKunstrichtung, die die Wirklichkeit möglichst genau darstellen will.Fontanes Romane gehören zum poetischen Realismus.
das BühnenbildGestaltung der Bühne für eine Theateraufführung.Das Bühnenbild zeigte einen düsteren Wald aus Stahl.
der FeuilletonistJournalist, der für den Kulturteil einer Zeitung schreibt.Der Feuilletonist verriss das neue Theaterstück.
der KolumnistJournalist, der regelmäßig eine eigene Meinungsspalte schreibt.Der Kolumnist schreibt jeden Samstag über das Leben in der Großstadt.
der RezensentPerson, die Bücher, Filme oder Aufführungen bespricht und bewertet.Der Rezensent lobte vor allem die Sprache des Romans.
der VerlegerPerson, die Bücher oder Zeitungen herausgibt und vertreibt.Der Verleger war von dem Manuskript sofort begeistert.
das LektoratAbteilung eines Verlags, die Manuskripte prüft und bearbeitet.Das Lektorat schlug vor, das zweite Kapitel zu kürzen.
die BelletristikUnterhaltende und erzählende Literatur, im Gegensatz zu Sachbüchern.In der Buchhandlung steht die Belletristik im Erdgeschoss.
das SachbuchBuch, das Wissen über ein bestimmtes Thema allgemein verständlich vermittelt.Sie schrieb ein Sachbuch über die Geschichte des Kaffees.
die ErstausgabeErste veröffentlichte Auflage eines Buches.Die Erstausgabe des Romans ist heute ein Vermögen wert.
die ÜbertragungÜbersetzung eines Textes; auch die Sendung im Radio oder Fernsehen.Die neue Übertragung ins Deutsche gilt als besonders gelungen.
die MundartRegionale Sprachform; Dialekt.Der Großvater spricht noch die alte Mundart seines Tals.
der NeologismusNeu gebildetes Wort oder neue Bedeutung eines Wortes.„Googeln“ war vor zwanzig Jahren ein Neologismus.
die WortschöpfungNeu erfundenes Wort.„Weltschmerz“ ist eine berühmte Wortschöpfung von Jean Paul.
der AnglizismusAus dem Englischen übernommenes Wort in einer anderen Sprache.„Meeting“ ist ein häufiger Anglizismus im Büroalltag.
das LehnwortWort aus einer fremden Sprache, das sich in Aussprache und Schreibung angepasst hat.„Fenster“ ist ein altes Lehnwort aus dem Lateinischen.
die EtymologieWissenschaft von der Herkunft und Geschichte der Wörter.Die Etymologie des Wortes „Kaffee“ führt bis ins Arabische.
die SemantikLehre von der Bedeutung sprachlicher Zeichen.In der Semantik untersucht man, wie Wörter ihre Bedeutung ändern.
die SyntaxLehre vom Satzbau; auch die Regeln, nach denen Sätze gebildet werden.Die deutsche Syntax mit dem Verb am Ende bereitet Lernenden Mühe.
der KonjunktivVerbform, mit der man Wünsche, Möglichkeiten oder indirekte Rede ausdrückt.„Wenn ich Zeit hätte“ steht im Konjunktiv.
die KonnotationZusätzliche, meist gefühlsmäßige Bedeutung, die ein Wort mitschwingen lässt.Das Wort „Heimat“ hat für viele eine warme Konnotation.
das OxymoronVerbindung zweier Begriffe, die sich widersprechen, wie „bittersüß“.„Alter Knabe“ ist ein bekanntes Oxymoron.
die AlliterationStilmittel, bei dem mehrere Wörter mit demselben Laut beginnen.„Milch macht müde Männer munter“ ist eine Alliteration.
die HyperbelStarke Übertreibung als Stilmittel.„Ich habe dir das schon tausendmal gesagt“ ist eine typische Hyperbel.
die EllipseWeglassen von Satzteilen, die man sich leicht dazudenken kann; auch eine ovale Form.„Ende gut, alles gut“ ist eine Ellipse.
der PleonasmusÜberflüssige Häufung gleichbedeutender Ausdrücke, wie „weißer Schimmel“.„Runde Kugel“ ist ein klassischer Pleonasmus.
die TautologieAussage, die dasselbe zweimal mit anderen Worten sagt.„Ein Kind ist ein Kind“ ist eine Tautologie.
die ParaphraseWiedergabe eines Textes mit eigenen Worten.Statt das Zitat zu wiederholen, gab er eine kurze Paraphrase.
der SyllogismusLogischer Schluss aus zwei Voraussetzungen auf eine Folgerung.„Alle Menschen sind sterblich, Sokrates ist ein Mensch“ ist der Anfang eines bekannten Syllogismus.
die AxiomatikSystem grundlegender Sätze, auf dem eine Theorie aufbaut.Die Axiomatik der Geometrie geht auf Euklid zurück.
das AxiomGrundsatz, der ohne Beweis als wahr angenommen wird.Dass jeder Mensch Würde besitzt, ist für sie ein Axiom.
die DialektikDenkmethode, die durch Gegensätze zur Erkenntnis gelangt.Hegels Dialektik beeinflusste viele spätere Philosophen.
die ErkenntnistheorieTeil der Philosophie, der fragt, wie und was wir wissen können.Kants „Kritik der reinen Vernunft“ ist ein Hauptwerk der Erkenntnistheorie.
die MetaphysikTeil der Philosophie, der sich mit den letzten Gründen des Seins beschäftigt.Fragen nach Gott und Seele gehören zur Metaphysik.
die OntologieLehre vom Sein und von den Grundstrukturen der Wirklichkeit.Die Ontologie fragt, was es überhaupt gibt.
die PhänomenologiePhilosophische Richtung, die die Dinge so beschreibt, wie sie dem Bewusstsein erscheinen.Edmund Husserl gilt als Begründer der Phänomenologie.
der PositivismusPhilosophische Haltung, die nur das sinnlich Erfahrbare als Erkenntnis anerkennt.Der Positivismus lehnt Spekulationen über das Unbeobachtbare ab.
der RelativismusAuffassung, dass es keine absolute Wahrheit gibt und alles vom Standpunkt abhängt.Kritiker werfen ihm moralischen Relativismus vor.
der DeterminismusLehre, dass alles Geschehen durch Ursachen vorherbestimmt ist.Wenn der Determinismus stimmt, gibt es dann noch freie Entscheidungen?
der NihilismusHaltung, die alle Werte, Normen und Sinn verneint.Nietzsche warnte vor dem Nihilismus der Moderne.
der ExistenzialismusPhilosophie, die den Menschen als frei und für sein Leben selbst verantwortlich sieht.Sartre und Camus prägten den französischen Existenzialismus.
der HedonismusLebenshaltung, die Genuss und Vergnügen zum höchsten Ziel macht.Sein Hedonismus ließ ihn jedes Fest bis zum Morgen feiern.
der IdealismusStreben nach hohen Zielen; auch Philosophie, die den Geist über die Materie stellt.Mit jugendlichem Idealismus wollte sie die Welt verbessern.
der MaterialismusHaltung, die vor allem nach Besitz strebt; auch Lehre, nach der alles nur aus Stoff besteht.Der Materialismus der Konsumgesellschaft wird oft kritisiert.
der RationalismusPhilosophische Richtung, die die Vernunft als Quelle der Erkenntnis sieht.Descartes gilt als Vater des modernen Rationalismus.
der EmpirismusLehre, dass alles Wissen aus der Erfahrung stammt.John Locke ist ein Hauptvertreter des englischen Empirismus.
die ScholastikPhilosophie und Theologie des Mittelalters, die Glauben und Vernunft verbinden wollte.Thomas von Aquin ist der bedeutendste Denker der Scholastik.
die TeleologieLehre, dass alles Geschehen auf ein Ziel oder einen Zweck ausgerichtet ist.Die Teleologie des Aristoteles sieht in allem einen Zweck.
die KausalitätZusammenhang von Ursache und Wirkung.Zwischen den beiden Ereignissen besteht keine Kausalität, nur ein zeitlicher Zusammenhang.
die KontingenzMöglichkeit, dass etwas auch anders sein könnte; Zufälligkeit.Die Kontingenz menschlicher Existenz beschäftigt viele Philosophen.
die ImmanenzDas Verbleiben innerhalb der Grenzen der Erfahrung oder eines Systems.Er sucht den Sinn des Lebens in der Immanenz und nicht im Jenseits.
die TranszendenzDas Überschreiten der Grenzen der Erfahrung; das Jenseitige.Religionen versprechen eine Transzendenz jenseits der sichtbaren Welt.
das ParadigmaGrundlegendes Denkmuster oder Modell einer Wissenschaft oder Zeit.Das neue Paradigma der Physik veränderte unser Weltbild.
der ParadigmenwechselGrundlegender Wandel der vorherrschenden Denkweise.Die Digitalisierung bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Arbeitswelt.
die HermeneutikKunst und Theorie des Verstehens und Auslegens von Texten.Die Hermeneutik fragt, wie wir Texte aus fernen Zeiten verstehen können.
die DeutungshoheitMacht, die gültige Auslegung eines Ereignisses oder Themas zu bestimmen.Die Parteien kämpften um die Deutungshoheit über das Wahlergebnis.
die GesinnungsethikEthik, die eine Handlung nach der guten Absicht beurteilt, nicht nach den Folgen.Max Weber stellte der Verantwortungsethik die Gesinnungsethik gegenüber.
die VerantwortungsethikEthik, die eine Handlung nach ihren vorhersehbaren Folgen beurteilt.Ein Politiker muss nach Max Weber vor allem der Verantwortungsethik folgen.
die WillensfreiheitFähigkeit des Menschen, sich frei für oder gegen etwas zu entscheiden.Hirnforscher stellen die Willensfreiheit des Menschen in Frage.
abkanzelnJemanden grob und von oben herab zurechtweisen.Vor versammelter Mannschaft wurde der Praktikant vom Chef abgekanzelt.
abringenEtwas mit großer Mühe von jemandem oder von sich selbst erreichen.Erst nach langen Verhandlungen hatte sie ihm ein Zugeständnis abgerungen.
abstrahierenVom Einzelfall absehen und das Allgemeine herausarbeiten.Kinder lernen erst mit der Zeit, aus konkreten Beispielen zu abstrahieren.
abtunEtwas als unwichtig behandeln und ohne Prüfung beiseiteschieben.Er tat die Warnungen der Experten als Panikmache ab.
frotzelnJemanden gutmütig necken und mit spöttischen Bemerkungen aufziehen.Die Kollegen frotzelten über seinen neuen, viel zu bunten Pullover.
sich anbiedernSich auf unterwürfige, aufdringliche Weise bei jemandem beliebt machen wollen.Er versucht ständig, sich beim neuen Abteilungsleiter anzubiedern.
anheimfallenGehoben: in den Besitz oder die Gewalt von etwas geraten.Das alte Schloss ist längst dem Verfall anheimgefallen.
anmutenGehoben: auf jemanden in einer bestimmten Weise wirken.Die Geschichte mutet heute fast wie ein Märchen an.
ansinnenVeraltet: von jemandem etwas Unzumutbares verlangen.Wie kann man einem alten Mann ansinnen, die Reise allein zu machen?
aufbauschenEtwas übertrieben darstellen und wichtiger machen, als es ist.Die Presse hat den kleinen Zwischenfall maßlos aufgebauscht.
aufoktroyierenJemandem etwas gegen seinen Willen aufzwingen.Die neuen Regeln wurden den Mitarbeitern von oben aufoktroyiert.
aufwiegelnMenschen gegen jemanden aufhetzen und zum Widerstand anstacheln.Der Agitator versuchte, die Arbeiter gegen die Firmenleitung aufzuwiegeln.
ausmerzenEtwas Unerwünschtes vollständig beseitigen.Alle Fehler im Text wurden vor dem Druck sorgfältig ausgemerzt.
ausschlachtenEtwas rücksichtslos für die eigenen Zwecke ausnutzen; auch Teile aus einem Gerät ausbauen.Die Boulevardpresse hat den Skandal tagelang ausgeschlachtet.
bannenEine Gefahr abwenden; auch jemanden fesseln und in seinen Bann ziehen.Die Kinder lauschten gebannt der Geschichte des Großvaters.
beargwöhnenJemanden oder etwas misstrauisch betrachten und Böses vermuten.Die Dorfbewohner beargwöhnten den Fremden von Anfang an.
beäugenJemanden neugierig oder misstrauisch genau ansehen.Die Katze beäugte den neuen Hund aus sicherer Entfernung.
bedrängenJemanden hartnäckig unter Druck setzen oder ihm zu nahe kommen.Die Reporter bedrängten den Schauspieler mit Fragen.
befehdenGehoben: jemanden heftig bekämpfen und mit ihm im Streit liegen.Die beiden Kritiker befehdeten sich jahrzehntelang in ihren Artikeln.
beflügelnJemandem Schwung geben und ihn anspornen.Der Applaus beflügelte die junge Sängerin.
begehrenGehoben: etwas oder jemanden heftig wünschen und haben wollen.Er begehrte die Tochter des Königs zur Frau.
begütigenJemanden mit freundlichen Worten beruhigen und besänftigen.Die Großmutter versuchte, die streitenden Brüder zu begütigen.
behelligenJemanden mit etwas Lästigem stören oder belästigen.Ich möchte Sie nicht länger mit meinen Problemen behelligen.
beirrenJemanden unsicher machen, sodass er an seinem Weg zweifelt.Trotz aller Kritik ließ sie sich nicht beirren.
beklagenÜber etwas klagen; auch den Tod eines Menschen betrauern.Die Bürger beklagten den Lärm der neuen Autobahn.
beknienJemanden inständig und lange um etwas bitten.Das Kind bekniete seine Eltern, endlich einen Hund zu kaufen.
belächelnÜber jemanden oder etwas überlegen lächeln und es nicht ernst nehmen.Seine Erfindung wurde anfangs von allen belächelt.
beleuchtenEin Thema von verschiedenen Seiten genau untersuchen und darstellen.In dem Vortrag wurden alle Aspekte des Problems beleuchtet.
belustigenJemanden erheitern und zum Lachen bringen.Der Clown belustigte die Kinder mit seinen Kunststücken.
bemäntelnEtwas Unangenehmes verhüllen und beschönigen.Er versuchte vergeblich, seinen Fehler mit Ausreden zu bemänteln.
bemitleidenMit jemandem Mitleid haben und es ihm zeigen.Sie hasst es, von anderen bemitleidet zu werden.
berauschenIn einen Zustand großer Begeisterung oder Trunkenheit versetzen.Die Zuschauer berauschten sich an der Musik.
bereinigenEinen Streit oder Fehler in Ordnung bringen und beseitigen.Das Missverständnis zwischen den Nachbarn wurde schnell bereinigt.
beschönigenEtwas Schlechtes besser darstellen, als es in Wirklichkeit ist.Der Bericht versucht, die schlechten Zahlen zu beschönigen.
beschwörenJemanden eindringlich bitten; auch Geister durch Zauber herbeirufen.Sie beschwor ihn, nicht in den Sturm hinauszufahren.
besänftigenJemanden beruhigen und seinen Zorn mildern.Mit einem Blumenstrauß wollte er seine verärgerte Frau besänftigen.
bespitzelnJemanden heimlich beobachten und überwachen.In der Diktatur wurden viele Bürger von Nachbarn bespitzelt.
bestürzenJemanden tief erschrecken und betroffen machen.Die Nachricht vom Unfall bestürzte die ganze Schule.
betörenJemanden durch Reize verzaubern und für sich gewinnen.Mit ihrer Stimme betörte die Sängerin das Publikum.
bezichtigenJemandem eine Schuld oder ein Vergehen vorwerfen.Die Nachbarin bezichtigte ihn des Diebstahls.
brandmarkenJemanden öffentlich bloßstellen und als schlecht verurteilen.Nach dem Skandal war er als Lügner gebrandmarkt.
brüskierenJemanden durch schroffes Verhalten vor den Kopf stoßen.Der Gast brüskierte die Gastgeber, indem er das Essen ablehnte.
buhlenSich eifrig um jemandes Gunst oder Aufmerksamkeit bemühen.Die Parteien buhlten um die Stimmen der jungen Wähler.
darbenGehoben: Not leiden und hungern.Im Krieg darbten viele Familien in den Städten.
degradierenJemanden auf einen niedrigeren Rang setzen; auch herabwürdigen.Der Offizier wurde nach dem Vorfall zum einfachen Soldaten degradiert.
demütigenJemanden erniedrigen und in seinem Stolz verletzen.Der Lehrer demütigte den Schüler vor der ganzen Klasse.
denunzierenJemanden aus niedrigen Gründen bei einer Behörde anzeigen.Ein Nachbar denunzierte die Familie bei der Geheimpolizei.
diffamierenJemandes guten Ruf durch üble Behauptungen schädigen.Die Wissenschaftlerin wurde im Internet systematisch diffamiert.
drangsalierenJemanden quälen und ihm ständig zusetzen.Die älteren Schüler drangsalierten die Neuen auf dem Pausenhof.
verwünschenJemanden oder etwas verfluchen; auch verzaubern.Er verwünschte den Tag, an dem er den Vertrag unterschrieben hatte.
sich echauffierenSich übertrieben aufregen und erhitzen.Der Gast hat sich lautstark über die kalte Suppe echauffiert.
einflößenJemandem ein Gefühl wecken; auch eine Flüssigkeit in den Mund geben.Der riesige Hund flößte den Kindern Angst ein.
einheimsenEtwas, oft Lob oder Gewinn, für sich einsammeln.Für ihren Film hat sie zahlreiche Preise eingeheimst.
einlullenJemanden durch beruhigende Worte sorglos und unaufmerksam machen.Von den Versprechungen eingelullt, unterschrieben die Kunden den Vertrag.
einverleibenEtwas in den eigenen Besitz bringen; sich etwas aneignen.Der Konzern hat sich die kleine Firma einverleibt.
ekelnAbscheu und Widerwillen hervorrufen.Es ekelt mich vor dem schmutzigen Geschirr.
entbindenJemanden von einer Pflicht befreien; auch ein Kind zur Welt bringen.Der Minister wurde von seinen Aufgaben entbunden.
entfachenEin Feuer anzünden; übertragen: einen Streit oder ein Gefühl auslösen.Ihre Bemerkung entfachte eine hitzige Debatte.
entgleisenAus den Schienen springen; übertragen: sich ungehörig benehmen.Der Güterzug entgleiste kurz vor dem Bahnhof.
enthebenJemanden aus seinem Amt entfernen oder von einer Pflicht befreien.Der korrupte Richter wurde seines Amtes enthoben.
entrinnenEiner Gefahr knapp entkommen.Die Bergsteiger sind dem Unwetter nur knapp entronnen.
entsagenGehoben: freiwillig auf etwas verzichten.Für das Kloster entsagte sie allen weltlichen Freuden.
entweihenEtwas Heiliges entehren und missachten.Die Grabstätte wurde von Vandalen entweiht.
entzweienMenschen miteinander verfeinden.Der Streit um das Erbe hat die Geschwister entzweit.
sich verschanzenSich hinter etwas verstecken oder abschotten, um sich zu schützen.Der Minister hat sich hinter juristischen Floskeln verschanzt.
sich erbarmenAus Mitleid jemandem helfen.Schließlich erbarmte sich ein Passant und half der alten Frau.
erbeutenEtwas durch Raub oder Kampf an sich bringen.Die Bankräuber erbeuteten fast eine Million Euro.
erblassenBlass werden; übertragen: an Bedeutung verlieren.Als sie die Rechnung sah, erblasste sie.
feixenSchadenfroh oder spöttisch grinsen.Die Schüler feixten, als der Lehrer über die Tasche stolperte.
sich erdreistenDie Frechheit besitzen, etwas Unverschämtes zu tun.Er erdreistete sich, mein Tagebuch zu lesen.
palavernLange und ausführlich über Unwichtiges reden.Stundenlang palaverten die Männer am Stammtisch über Fußball.
sich ereifernSich in einer Diskussion stark erregen und leidenschaftlich werden.Der Onkel ereiferte sich beim Essen über die Politik.
erlöschenAllmählich aufhören zu brennen oder zu leuchten; auch enden.Gegen Mitternacht erlosch das Feuer im Kamin.
ermahnenJemanden eindringlich auf seine Pflichten hinweisen.Die Lehrerin ermahnte die Kinder, leise zu sein.
ersinnenSich etwas Neues ausdenken.Der Schriftsteller ersann eine fantastische Welt voller Drachen.
sich verzettelnSich mit zu vielen Dingen gleichzeitig beschäftigen und dabei das Wesentliche aus dem Blick verlieren.Bei der Prüfungsvorbereitung hat er sich völlig verzettelt.
sich erwehrenSich gegen etwas wehren; auch etwas unterdrücken können.Sie konnte sich eines Lächelns nicht erwehren.
erzürnenJemanden sehr zornig machen.Die Entscheidung des Schiedsrichters erzürnte die Fans.
feilschenHartnäckig um den Preis verhandeln.Auf dem Basar feilschten wir lange um einen Teppich.
fabulierenFantasievoll erzählen und dabei Erfundenes einfließen lassen.Der Großvater fabulierte gern von seinen Abenteuern auf See.
faselnUmgangssprachlich: dummes, wirres Zeug reden.Was faselst du da von Außerirdischen?
flanierenGemütlich und ohne Ziel spazieren gehen, um zu sehen und gesehen zu werden.Am Sonntag flanieren die Pariser gern an der Seine.
frohlockenGehoben: über etwas jubeln, oft schadenfroh.Die Gegner frohlockten, als der Plan scheiterte.
frönenEiner Leidenschaft oder Gewohnheit hingeben.Im Ruhestand frönt er ganz seiner Liebe zum Angeln.
sich gebärdenSich auf eine bestimmte, auffällige Weise benehmen.Er gebärdete sich wie ein Wahnsinniger, als er die Nachricht hörte.
geißelnEtwas scharf kritisieren und anprangern.Die Ministerin geißelte in ihrer Rede die Verschwendung von Lebensmitteln.
gereichenGehoben: jemandem zu etwas werden, etwa zur Ehre oder zum Nachteil.Diese Entscheidung gereicht Ihnen zur Ehre.
glorifizierenEtwas oder jemanden verherrlichen und übertrieben positiv darstellen.In dem Film wird der Krieg glorifiziert.
goutierenGehoben: Gefallen an etwas finden und es gutheißen.Ihren Humor hat nicht jeder goutiert.
grollenJemandem dauerhaft böse sein; auch dumpf donnern.Sie grollte ihm noch lange wegen des vergessenen Geburtstags.
harrenGehoben: geduldig auf etwas warten.Die Fans harrten voller Ungeduld der Ankunft ihres Idols.
hätschelnJemanden übertrieben verwöhnen und liebkosen.Sie hätschelt ihren kleinen Hund wie ein Baby.
hausierenWaren von Haus zu Haus verkaufen; übertragen: mit etwas überall prahlen.Er geht mit seinen Erfolgen gern hausieren.
heuchelnGefühle oder Meinungen vortäuschen, die man nicht hat.Sie heuchelte Interesse, obwohl sie sich langweilte.
hintertreibenEin Vorhaben heimlich zu verhindern suchen.Ein eifersüchtiger Kollege hintertrieb ihre Beförderung mit allen Mitteln.
huldigenJemanden feierlich verehren; auch einer Sache leidenschaftlich anhängen.Das Volk huldigte dem neuen König.
idealisierenEtwas schöner und vollkommener darstellen, als es ist.In ihren Erinnerungen hat sie ihre Kindheit stark idealisiert.
ironisierenEtwas mit feinem Spott darstellen.In seinem Roman werden die Eitelkeiten des Kulturbetriebs ironisiert.
kokettierenMit etwas spielen, um Eindruck zu machen; auch flirten.Sie kokettiert gern mit ihrem Alter, obwohl sie jung aussieht.
kolportierenGerüchte oder unbestätigte Nachrichten weiterverbreiten.In der Presse wird kolportiert, der Trainer stehe vor dem Rücktritt.
kompromittierenJemanden bloßstellen und seinem Ansehen schaden.Die veröffentlichten Fotos haben den Senator schwer kompromittiert.
konterkarierenEin Vorhaben durch gegenteiliges Handeln durchkreuzen.Die Steuersenkung konterkariert alle Bemühungen, Schulden abzubauen.
kredenzenGehoben: Speisen oder Getränke feierlich anbieten.Der Gastgeber kredenzte uns einen edlen Wein aus seinem Keller.
kuschenSich ängstlich fügen und keinen Widerstand leisten.Vor dem strengen Chef kuschen alle Angestellten.
lamentierenLaut und ausdauernd jammern und klagen.Den ganzen Abend lamentierte er über seinen undankbaren Job.
lauernVersteckt auf jemanden oder eine Gelegenheit warten, um zuzuschlagen.Die Katze lauerte stundenlang vor dem Mauseloch.
lechzenHeftig nach etwas verlangen, besonders nach Wasser.Nach dem langen Marsch lechzten die Soldaten nach Wasser.
lobpreisenGehoben: jemanden oder etwas überschwänglich rühmen.Die Kritiker lobpreisten die junge Pianistin als Jahrhunderttalent.
lodernMit großen, hellen Flammen brennen.Im Kamin loderten die Flammen hoch auf.
stichelnMit spitzen Bemerkungen andere ärgern und reizen.Den ganzen Abend stichelte sie gegen ihre Schwägerin.
sich mokierenSich abfällig und spöttisch über etwas äußern.Der Kritiker mokierte sich über die schlechte Aussprache der Schauspieler.
moralisierenBelehrend über richtiges Verhalten reden und andere bewerten.Ich möchte nicht moralisieren, aber dein Verhalten war unfair.
munkelnHeimlich Gerüchte weitererzählen.Man munkelt, dass die beiden heimlich geheiratet haben.
mutmaßenEtwas vermuten, ohne es genau zu wissen.Die Journalisten mutmaßten über die Gründe seines Rücktritts.
nachsinnenGehoben: lange und gründlich über etwas nachdenken.Lange hat er über ihre rätselhaften Worte nachgesonnen.
nörgelnStändig kleinlich an allem etwas auszusetzen haben.Er nörgelt am Essen, am Wetter und an seinen Kollegen.
obliegenGehoben: jemandes Pflicht oder Aufgabe sein.Die Aufsicht über die Kinder obliegt dem Lehrer.
obsiegenGehoben: in einem Streit oder Kampf gewinnen.Vor Gericht obsiegte am Ende der Kläger.
parierenEinen Angriff abwehren; auch widerspruchslos gehorchen.Geschickt parierte der Fechter jeden Stoß.
perpetuierenEtwas, oft Unerwünschtes, immer weiter fortsetzen und dauerhaft machen.Durch solche Witze werden alte Vorurteile perpetuiert.
persiflierenEtwas spöttisch und übertrieben nachahmen.In der Sendung wird der Politiker jede Woche persifliert.
pervertierenEtwas Gutes ins Gegenteil verkehren und verderben.Die ursprünglich edle Idee wurde von den Machthabern pervertiert.
philosophierenÜber grundlegende Fragen des Lebens nachdenken und reden.Nach dem dritten Glas Wein begannen sie, über den Sinn des Lebens zu philosophieren.
plagiierenGeistiges Eigentum anderer als eigenes ausgeben.Der Minister hatte große Teile seiner Doktorarbeit plagiiert.
polemisierenScharf und unsachlich gegen jemanden oder etwas argumentieren.In seinem Artikel polemisierte er gegen die Reform.
prahlenMit seinen Leistungen oder seinem Besitz angeben.Er prahlt ständig mit seinem teuren Auto.
preisenGehoben: jemanden oder etwas laut loben und rühmen.Der Kritiker pries das Buch als Meisterwerk.
räsonierenGehoben: ausführlich und oft nörgelnd über etwas reden.Beim Frühstück räsonierte der Großvater über die Jugend von heute.
rekapitulierenEtwas zusammenfassend wiederholen.Lassen Sie uns zum Schluss die wichtigsten Punkte noch einmal rekapitulieren.
reflektierenÜber etwas gründlich nachdenken; auch Licht zurückwerfen.Nach dem Praktikum sollen die Studierenden ihre Erfahrungen schriftlich reflektieren.
rehabilitierenJemandes guten Ruf oder seine Rechte wiederherstellen.Nach zwanzig Jahren wurde der zu Unrecht Verurteilte rehabilitiert.
reüssierenGehoben: Erfolg haben.Als Schauspielerin reüssierte sie erst mit vierzig Jahren.
rezipierenEin Werk aufnehmen, verstehen und verarbeiten.Der Roman wurde in Frankreich ganz anders rezipiert als in Deutschland.
sinnierenIn Gedanken versunken über etwas nachdenken.Am Fenster sitzend sinnierte er über vergangene Zeiten.
schmähenJemanden mit verächtlichen Worten beleidigen.Der einst gefeierte Trainer wurde nach der Niederlage von allen geschmäht.
schwadronierenLaut, wortreich und angeberisch daherreden.Der Gast schwadronierte den ganzen Abend über seine Reisen.
schwelgenEtwas in vollen Zügen genießen; sich einem Gefühl ganz hingeben.Die alten Freunde schwelgten in Erinnerungen an ihre Studienzeit.
sich sträubenSich gegen etwas wehren und es nicht tun wollen.Lange sträubte sie sich gegen den Umzug in die Stadt.
sublimierenTriebe oder Gefühle in eine höhere, oft künstlerische Form umwandeln.Der Dichter hat seinen Liebeskummer in Gedichten sublimiert.
suggerierenJemandem etwas unterschwellig einreden oder den Eindruck erwecken.Die Werbung suggeriert, dass man mit diesem Auto glücklich wird.
tadelnJemanden wegen eines Fehlers ernsthaft kritisieren.Die Lehrerin tadelte den Schüler für seine Unpünktlichkeit.
taktierenGeschickt und berechnend vorgehen, um einen Vorteil zu erlangen.In den Verhandlungen wird von beiden Seiten vorsichtig taktiert.
trachtenGehoben: nach etwas streben; auch jemandem nach dem Leben wollen.Der Rivale trachtete ihm nach dem Leben.
triumphierenEinen großen Sieg erringen und darüber jubeln.Am Ende triumphierte der Außenseiter über den Weltmeister.
trotzenEiner Gefahr oder Schwierigkeit mutig standhalten.Die alten Eichen trotzten jedem Sturm.
übervorteilenJemanden bei einem Geschäft unfair benachteiligen.Beim Autokauf fühlte er sich vom Händler übervorteilt.
überschattenEine an sich schöne Sache durch etwas Trauriges trüben.Das Fest wurde von einem schweren Unfall überschattet.
umgarnenJemanden mit Schmeicheleien und Charme für sich einnehmen.Mit süßen Worten umgarnte der Betrüger die reiche Witwe.
unterjochenEin Volk gewaltsam unterwerfen und beherrschen.Die Eroberer unterjochten die Bevölkerung jahrhundertelang.
unterminierenEtwas nach und nach heimlich schwächen und untergraben.Durch ständige Kritik wurde die Autorität des Direktors unterminiert.
veralbernJemanden nicht ernst nehmen und sich über ihn lustig machen.Ich lasse mich doch nicht von dir veralbern!
verballhornenEinen Namen oder Ausdruck absichtlich entstellen und lächerlich machen.Die Schüler haben den Namen des Lehrers zu einem Spitznamen verballhornt.
verbrämenEtwas Unangenehmes mit schönen Worten verhüllen.Seine Ablehnung war höflich verbrämt, aber deutlich.
verdammenEtwas streng verurteilen; auch jemanden zu einem Schicksal zwingen.Ohne Hilfe war das Projekt zum Scheitern verdammt.
verdrießenGehoben: jemanden missmutig und ärgerlich machen.Die ewige Warterei verdross die Reisenden.
verfemenJemanden aus der Gemeinschaft ausstoßen und ächten.Wer das Schweigegebot brach, wurde von der Bande verfemt.
verfallenAllmählich kaputtgehen; auch in einen Zustand geraten oder einer Sucht erliegen.Nach dem Tod seiner Frau verfiel er dem Alkohol.
verhehlenGehoben: etwas verbergen oder verschweigen.Sie verhehlte ihre Enttäuschung nicht.
verhöhnenJemanden boshaft verspotten und lächerlich machen.Die Zuschauer verhöhnten den Schiedsrichter nach jedem Pfiff.
verklärenEtwas Vergangenes schöner sehen, als es war.Im Rückblick wird die Jugend oft verklärt.
verkümmernAllmählich schwach werden und eingehen, weil etwas fehlt.Ohne Licht verkümmerte die Pflanze im Keller.
verleugnenBestreiten, jemanden zu kennen oder etwas zu sein; etwas nicht wahrhaben wollen.Aus Scham verleugnete er jahrelang seine einfache Herkunft.
verlockenJemanden reizen und dazu verführen, etwas zu tun.Das schöne Wetter hat uns zu einem Ausflug verlockt.
vermengenVerschiedene Dinge miteinander vermischen, oft auf unzulässige Weise.In der Diskussion wurden Fakten und Meinungen vermengt.
verpönenEtwas missbilligen und ablehnen; meist als Partizip gebraucht.In diesem Restaurant ist das Telefonieren am Tisch verpönt.
verprellenJemanden durch ungeschicktes Verhalten verärgern und vertreiben.Mit den hohen Preisen hat der Wirt seine Stammgäste verprellt.
verschmähenEtwas Angebotenes aus Stolz oder Geringschätzung ablehnen.Die Prinzessin verschmähte alle reichen Bewerber.
versöhnenDen Streit beenden und wieder Frieden schließen.Nach Jahren des Schweigens versöhnten sich die Brüder.
verunglimpfenJemanden oder etwas in übler Weise herabsetzen.Die Opposition wurde in den Staatsmedien systematisch verunglimpft.
verwahrenEtwas sicher aufbewahren.Die Urkunden werden in einem Tresor verwahrt.
sich verwahrenGehoben: energisch gegen etwas protestieren.Die Ministerin verwahrte sich gegen die Unterstellungen.
verweilenGehoben: an einem Ort eine Zeit lang bleiben.Der Blick des Besuchers verweilte lange auf dem Gemälde.
verzagenDen Mut verlieren und aufgeben wollen.Auch nach Rückschlägen darf man nicht verzagen.
vergötternJemanden übermäßig verehren und bewundern.Der kleine Junge vergöttert seinen großen Bruder.
vorgaukelnJemandem etwas Falsches vortäuschen.Der Betrüger hat den Anlegern hohe Gewinne vorgegaukelt.
wähnenGehoben: irrtümlich glauben, dass etwas so ist.Er wähnte sich in Sicherheit, doch die Polizei war ihm schon auf der Spur.
wankenUnsicher schwanken; übertragen: unsicher werden.Nach dem Schlag wankte der Boxer und ging zu Boden.
weissagenDie Zukunft vorhersagen.Die alte Frau weissagte dem König großes Unheil.
wetternLaut und heftig über etwas schimpfen.Der Bauer wetterte über die neuen Vorschriften aus Brüssel.
widerfahrenGehoben: jemandem geschehen, besonders etwas Unangenehmes.Ihm ist großes Unrecht widerfahren.
zaudernUnentschlossen zögern.Er zauderte zu lange, und die Chance war vorbei.
zehrenKräfte verbrauchen; auch von Vorräten oder Erinnerungen leben.Die lange Krankheit zehrt an ihren Kräften.
zermürbenJemanden durch ständige Belastung allmählich seelisch erschöpfen.Die monatelange Ungewissheit hat ihn völlig zermürbt.
zeternLaut und schrill schimpfen und klagen.Die Nachbarin zeterte, weil der Ball in ihren Garten geflogen war.
zollenGehoben: jemandem Respekt oder Anerkennung entgegenbringen.Alle zollten der Siegerin großen Respekt.
zürnenGehoben: jemandem böse sein.Der Vater zürnte seinem Sohn noch lange wegen der Lüge.
abgedroschenSo oft gebraucht, dass es keine Wirkung mehr hat; abgenutzt.„Liebe auf den ersten Blick“ ist eine abgedroschene Formel.
abgefeimtDurch und durch durchtrieben und gerissen.Der Hochstapler war ein abgefeimter Lügner, der jeden täuschte.
abgehobenFern von der Wirklichkeit und den Sorgen normaler Menschen.Viele Wähler finden die Politiker in der Hauptstadt abgehoben.
abgründigRätselhaft tief und unergründlich, oft auf unheimliche Weise.Der Film besticht durch seinen abgründigen Humor.
absonderlichSeltsam und vom Gewohnten auffällig abweichend.Sein Verhalten auf der Feier war höchst absonderlich.
affektiertGekünstelt und unnatürlich im Benehmen.Ihre Sprechweise wirkte affektiert und eingebildet.
akkuratSehr sorgfältig und genau.Seine Handschrift ist akkurat und gut lesbar.
anachronistischNicht mehr in die heutige Zeit passend; veraltet.Die Kleiderordnung des Clubs wirkt heute ziemlich anachronistisch.
anrüchigVon zweifelhaftem Ruf; nicht ganz anständig.Er verkehrte in anrüchigen Kreisen.
apodiktischKeinen Widerspruch duldend; unumstößlich behauptend.In apodiktischem Ton erklärte er, es gebe keine Alternative.
ästhetischSchön und geschmackvoll gestaltet; das Schöne betreffend.Das neue Museum ist nicht nur praktisch, sondern auch ästhetisch.
aufmüpfigFrech und gegen Autoritäten aufbegehrend.Die Lehrerin hatte Mühe mit den aufmüpfigen Schülern der neunten Klasse.
bärbeißigMürrisch und grob, aber oft im Grunde gutmütig.Der bärbeißige Hausmeister hatte ein weiches Herz für Kinder.
bauernschlauAuf einfache, praktische Weise klug und gewitzt.Der alte Händler war bauernschlau und ließ sich nie übers Ohr hauen.
behäbigLangsam, schwerfällig und gemütlich.Der dicke Kater bewegte sich behäbig zu seinem Napf.
beherztMutig und entschlossen.Durch ihr beherztes Eingreifen wurde das Kind gerettet.
beklemmendBedrückend und Angst einflößend.Die Stille im leeren Krankenhaus war beklemmend.
bestechendSehr überzeugend und beeindruckend.Ihre Argumentation war von bestechender Logik.
biederBrav und spießig, ohne jede Originalität.Die Einrichtung der Wohnung war eher bieder.
bigottÜbertrieben und scheinheilig fromm.Die bigotte Tante verurteilte jeden, der sonntags nicht zur Messe ging.
blasiertHochnäsig und gelangweilt von allem.Mit blasierter Miene betrachtete er die Kunstwerke.
borniertEngstirnig und in seiner Meinung beschränkt.Er ist zu borniert, um andere Ansichten gelten zu lassen.
derbGrob und unfein, ohne Rücksicht auf feinere Sitten.Am Stammtisch wurden derbe Witze erzählt.
dekadentDurch übertriebenen Luxus moralisch verfallen.Die Feier mit Champagnerbad fanden viele dekadent.
dilettantischUnfachmännisch und stümperhaft ausgeführt.Die Reparatur war so dilettantisch, dass das Dach wieder leckte.
doppelzüngigUnehrlich, weil man zu verschiedenen Leuten Verschiedenes sagt.Sein doppelzüngiges Verhalten fiel erst spät auf.
dreistFrech und ohne Scham.Der Dieb war so dreist, sich bei der Polizei über seine Beute zu beschweren.
dünkelhaftEingebildet und hochmütig.Der dünkelhafte Adlige sprach nicht mit den Dienern.
ehrfürchtigVoller tiefer Achtung und Scheu.Ehrfürchtig betraten die Touristen die alte Kathedrale.
eitelÜbertrieben auf sein Aussehen und seine Wirkung bedacht.Er ist so eitel, dass er sich in jedem Schaufenster betrachtet.
eloquentRedegewandt und ausdrucksstark.Die eloquente Moderatorin führte souverän durch den Abend.
elegischWehmütig klagend und traurig gestimmt.Das Buch endet mit einem elegischen Kapitel über den Verlust der Heimat.
ephemerNur kurze Zeit dauernd; flüchtig.Viele Internettrends sind ephemere Erscheinungen.
erbaulichSeelisch stärkend; oft ironisch: erfreulich.Die Nachricht von der Steuererhöhung war nicht gerade erbaulich.
erlesenVon ausgesuchter, besonders hoher Qualität.Zum Fest wurden erlesene Weine serviert.
eskapistischDer Wirklichkeit ausweichend und in Fantasiewelten flüchtend.Fantasyromane gelten oft als eskapistische Literatur.
exaltiertÜbertrieben aufgeregt und überspannt.Sie begrüßte uns mit exaltierten Gesten und lauten Ausrufen.
exzentrischUngewöhnlich und überspannt im Verhalten.Die exzentrische Malerin trug immer zwei verschiedene Schuhe.
feinsinnigMit feinem Gespür für Kunst und Zwischentöne.Der Autor ist ein feinsinniger Beobachter des Alltags.
feistAbwertend: dick und fett, besonders im Gesicht.Der feiste Wirt rieb sich zufrieden die Hände.
frivolLeichtfertig und respektlos; auch anzüglich.Seine frivolen Bemerkungen passten nicht zur Trauerfeier.
frommTief gläubig und religiös.Ihre fromme Großmutter betete jeden Abend.
gefeitGegen etwas geschützt und dafür nicht anfällig.Auch Experten sind nicht gefeit gegen Irrtümer.
gehässigBoshaft und darauf aus, anderen zu schaden.Sie machte eine gehässige Bemerkung über das Kleid ihrer Kollegin.
geistreichKlug, witzig und originell.Er hielt eine geistreiche Rede, die alle zum Lachen brachte.
gestelztUnnatürlich und übertrieben förmlich.Sein gestelztes Deutsch klang wie aus einem alten Lehrbuch.
getragenLangsam, feierlich und ernst.Die Kapelle spielte eine Melodie in getragenem Tempo.
gewieftSchlau und erfahren, nicht leicht zu täuschen.Der gewiefte Anwalt fand eine Lücke im Vertrag.
gönnerhaftHerablassend wohlwollend, als ob man jemandem eine Gnade erweist.Mit gönnerhaftem Lächeln klopfte er dem Praktikanten auf die Schulter.
groteskAbsurd verzerrt, sodass es lächerlich oder grauenhaft wirkt.Die Lage war so grotesk, dass alle lachen mussten.
gutgläubigAllzu leicht vertrauend und deshalb leicht zu täuschen.Die gutgläubige Rentnerin überwies dem Betrüger ihr Erspartes.
hanebüchenUnglaublich und haarsträubend unsinnig.Seine Ausrede war völlig hanebüchen.
harschUnfreundlich, rau und streng.Der Plan stieß auf harsche Kritik.
hehrGehoben: erhaben und edel.Hinter dem Projekt stehen hehre Ziele, doch die Umsetzung ist schwierig.
hämischBoshaft und schadenfroh.Mit einem hämischen Grinsen sah er zu, wie sein Rivale scheiterte.
hochtrabendÜbertrieben großartig und wichtigtuerisch.Hinter den hochtrabenden Worten steckte wenig Substanz.
idyllischFriedlich, ländlich und malerisch schön.Das Ferienhaus liegt idyllisch an einem kleinen See.
ignorantUnwissend und nicht bereit, etwas zur Kenntnis zu nehmen.Es ist ignorant, die Warnungen der Forscher zu übergehen.
impertinentFrech und unverschämt.Seine Fragen waren geradezu impertinent.
inbrünstigVoller leidenschaftlicher, tiefer Hingabe.Die Fans sangen inbrünstig die Vereinshymne.
infamNiederträchtig und gemein.Das ist eine infame Lüge!
inständigSehr eindringlich und flehend.Sie bat ihn inständig, nicht zu fahren.
jovialBetont wohlwollend und leutselig, oft von oben herab.Der Direktor klopfte den Mitarbeitern jovial auf die Schulter.
kauzigEtwas seltsam und eigenbrötlerisch, aber liebenswert.Unser Nachbar ist ein kauziger alter Mann, der mit seinen Rosen spricht.
kläglichJämmerlich; auch erbärmlich gering oder schlecht.Der Versuch, den Rekord zu brechen, endete kläglich.
kongenialGeistig ebenbürtig und gleichwertig.Die Übersetzerin lieferte eine kongeniale Übertragung des Gedichts.
kühnMutig und wagemutig.Der Architekt entwarf eine kühne Brücke über die Schlucht.
lakonischKurz, knapp und trocken formuliert.„Pech gehabt“, antwortete er lakonisch.
larmoyantWeinerlich und voller Selbstmitleid.Der Ton seiner Memoiren ist unangenehm larmoyant.
launischMit häufig wechselnder, oft schlechter Stimmung.Das launische Aprilwetter verdarb uns das Picknick.
lauterGehoben: ehrlich und aufrichtig.An seinen lauteren Absichten zweifelte niemand.
lethargischTräge und teilnahmslos.Nach der Grippe fühlte er sich wochenlang lethargisch.
leutseligFreundlich und umgänglich, besonders gegenüber einfachen Leuten.Der leutselige Bürgermeister plauderte mit allen Marktfrauen.
lästerlichBeleidigend und frevelhaft, besonders gegenüber Heiligem.Der Mann stieß lästerliche Flüche aus.
launigWitzig und gut gelaunt.Der Gastgeber hielt eine launige Ansprache.
makaberMit dem Tod oder Schrecklichem spielend; schaurig.Das war ein makabrer Scherz auf einer Beerdigung.
maßlosOhne jedes Maß; übertrieben.Er war maßlos enttäuscht über das Ergebnis.
melancholischSchwermütig und traurig gestimmt.Der Herbst weckt in ihr melancholische Gefühle.
mondänElegant, weltgewandt und luxuriös.Sie verbrachten den Sommer in einem mondänen Badeort an der Côte d'Azur.
morbidKrankhaft; auch von einem Hang zum Verfall und Tod geprägt.Die alte Villa hatte einen morbiden Charme.
mürrischSchlecht gelaunt und unfreundlich.Morgens vor dem Kaffee ist er immer mürrisch.
nonchalantLässig und unbekümmert.Sie überging den Fehler ganz nonchalant.
obskurUnklar, dunkel und von zweifelhafter Herkunft.Er hatte sein Geld mit obskuren Geschäften verdient.
obszönUnanständig und sittlich anstößig.Wegen obszöner Gesten erhielt der Spieler eine Sperre.
omnipräsentÜberall gleichzeitig vorhanden und sichtbar.Werbung ist in unseren Städten omnipräsent.
opulentÜppig und reichhaltig.Zum Abschied gab es ein opulentes Festessen.
pathetischÜbertrieben feierlich und gefühlvoll.Seine Abschiedsrede war mir zu pathetisch.
pedantischÜbertrieben genau und kleinlich.Er ist pedantisch, was die Ordnung auf seinem Schreibtisch angeht.
penibelÄußerst sorgfältig und genau bis ins Kleinste.Sie führt penibel Buch über alle Ausgaben.
perfideHinterhältig und auf gemeine Weise berechnend.Mit einem perfiden Plan brachte er seinen Rivalen um die Stelle.
pittoreskMalerisch und reizvoll anzusehen.Wir schlenderten durch die pittoresken Gassen der Altstadt.
pompösÜbertrieben prunkvoll.Die Hochzeit war eine pompöse Inszenierung.
prätentiösAnspruchsvoll tuend und gekünstelt; angeberisch.Den Titel des Films finde ich ziemlich prätentiös.
prosaischNüchtern, sachlich und ohne Fantasie.Er hat eine sehr prosaische Sicht auf die Liebe.
prüdeÜbertrieben schamhaft, besonders bei sexuellen Themen.Ihre Eltern waren in diesen Dingen sehr prüde.
redlichEhrlich und anständig.Er hat sich redlich bemüht, den Schaden zu ersetzen.
reumütigVoller Reue und Schuldbewusstsein.Reumütig gestand der Junge, das Fenster zerbrochen zu haben.
ruchlosGehoben: gewissenlos und verbrecherisch.Die ruchlose Tat erschütterte das ganze Land.
sakralReligiösen oder kirchlichen Zwecken dienend.Das Museum zeigt sakrale Kunst des Mittelalters.
sardonischBitter und hämisch spöttisch.Ein sardonisches Lächeln spielte um seine Lippen.
schalkhaftSchelmisch und verschmitzt.Sie sah ihn mit einem schalkhaften Blick an.
scheinheiligHeuchlerisch; nach außen fromm und unschuldig tuend.Er fragte ganz scheinheilig, wer denn das letzte Stück Kuchen gegessen habe.
schlitzohrigGerissen und auf listige Weise schlau.Der schlitzohrige Händler verkaufte uns den Teppich zum doppelten Preis.
schnödeGehoben: verachtenswert; auch gemein und herablassend.Es ging ihm nur um den schnöden Mammon.
schrulligMit seltsamen, etwas lächerlichen Eigenheiten.Die schrullige Tante sammelt Teelöffel aus aller Welt.
schwülstigÜbertrieben bilderreich und überladen im Ausdruck.Der Stil des Romans ist schwülstig und schwer lesbar.
selbstgefälligEitel und von der eigenen Person übertrieben angetan.Mit selbstgefälligem Lächeln nahm er das Lob entgegen.
sinnlichDie Sinne ansprechend; auch erotisch.Der Duft von Vanille ist ein sinnliches Erlebnis.
skurrilSeltsam, verschroben und komisch.Das Museum zeigt allerlei skurrile Erfindungen.
sprödeBrüchig und hart; übertragen: abweisend und schwer zugänglich.Das Material ist spröde und bricht leicht.
stoischUnerschütterlich gelassen, auch bei Leid.Mit stoischer Ruhe ertrug er die Schmerzen.
süffisantSelbstgefällig und spöttisch überlegen.Mit einem süffisanten Lächeln wies er auf meinen Fehler hin.
tiefsinnigGedankenreich und nachdenklich.Das Kind stellte eine überraschend tiefsinnige Frage über den Tod.
tristTrostlos, öde und traurig.Die triste Plattenbausiedlung lag am Rand der Stadt.
überschwänglichMit übertriebener Begeisterung.Die Fans begrüßten die Band überschwänglich.
unbotmäßigGehoben: aufsässig und ungehorsam.Der Minister entließ den unbotmäßigen Beamten.
unergründlichSo rätselhaft, dass man es nicht erklären kann.Die unergründliche Tiefe des Ozeans fasziniert die Forscher.
unbeirrbarDurch nichts von seinem Weg abzubringen.Sie verfolgte unbeirrbar ihr Ziel.
ungeschliffenGrob und ohne feine Umgangsformen.Sein Benehmen ist etwas ungeschliffen, aber er ist ehrlich.
unverblümtOffen und direkt, ohne Beschönigung.Sie sagte ihm unverblümt die Meinung.
unverfrorenFrech und ohne jede Scham.Er behauptete unverfroren, er habe nie etwas versprochen.
unwägbarNicht im Voraus abschätzbar.Jede Operation birgt unwägbare Risiken.
verbohrtStur an falschen Meinungen festhaltend.Er ist so verbohrt, dass jede Diskussion sinnlos ist.
verschrobenSonderbar und schrullig.Der Erfinder galt als verschrobener Einzelgänger.
verwegenKühn und draufgängerisch.Der Pirat mit dem verwegenen Blick hatte keine Angst.
vertracktSchwierig und kompliziert.Das ist eine vertrackte Situation, aus der es kaum einen Ausweg gibt.
vollmundigKräftig im Geschmack; übertragen: großspurig versprechend.Die Partei machte vollmundige Versprechungen, die sie nie hielt.
weltfremdOhne Bezug zur Wirklichkeit und zum Alltag.Seine Vorstellungen vom Leben auf dem Land sind ziemlich weltfremd.
wehmütigVon leiser Traurigkeit über Vergangenes erfüllt.Wehmütig blätterte sie im alten Fotoalbum.
wankelmütigUnbeständig in Meinungen und Entschlüssen.Das wankelmütige Publikum feierte heute, wen es gestern ausgepfiffen hatte.
zynischSpöttisch und verächtlich gegenüber Werten und Gefühlen anderer.Seine zynische Bemerkung über die Opfer empörte alle.
zügellosOhne Maß und Beherrschung.Nach dem Sieg feierten die Fans zügellos bis in den Morgen.
zwielichtigUndurchsichtig und verdächtig.In der Bar trafen sich zwielichtige Gestalten.
alsbaldGehoben: sehr bald danach, kurz darauf.Der Regen setzte ein, und alsbald waren alle Straßen überflutet.
allenthalbenGehoben: überall, an allen Orten.Nach dem Sieg herrschte allenthalben große Freude im Land.
anderenortsWoanders, an einer fremden Stelle.Was hier verboten ist, ist anderenorts durchaus erlaubt.
beileibeVerstärkt eine Verneinung: wirklich, auf keinen Fall.Das ist beileibe kein einfaches Problem.
dergestaltGehoben: in solcher Weise, so; oft mit „dass“.Der Sturm wütete dergestalt, dass kein Baum stehen blieb.
desgleichenEbenso, gleichfalls; auch: etwas Ähnliches.Der Vater war Arzt, desgleichen der Großvater.
eingedenkGehoben, mit Genitiv: im Bewusstsein von etwas, ohne es zu vergessen.Eingedenk seiner Erfahrungen riet er zur Vorsicht.
gemeinhinIm Allgemeinen, gewöhnlich.Die Eule gilt gemeinhin als Symbol der Weisheit.
geschweige dennLeitet etwas noch Unwahrscheinlicheres ein, nach einer Verneinung: und noch viel weniger.Er kann kaum gehen, geschweige denn rennen.
gleichsamGehoben: sozusagen, gewissermaßen.Die alte Burg ist gleichsam das Herz der Stadt.
hierzulandeIn diesem Land, bei uns.Hierzulande trinkt man zum Frühstück meistens Kaffee.
immerfortStändig und ohne Unterbrechung.Das Kind fragte immerfort nach seiner Mutter.
indesGehoben: jedoch; auch: unterdessen.Die Prognose war gut, der Erfolg blieb indes aus.
indessenInzwischen, während dessen; auch: allerdings.Sie kochte, indessen deckte er den Tisch.
insgeheimHeimlich, ohne dass es andere wissen.Insgeheim hoffte sie, dass er sie anrufen würde.
mitnichtenGehoben: keineswegs, ganz und gar nicht.Das Problem ist mitnichten gelöst.
nachgeradeGehoben: geradezu, allmählich wirklich.Seine Unpünktlichkeit ist nachgerade legendär.
nebstVeraltet, mit Dativ: zusammen mit, samt.Der Graf erschien nebst Gattin und Kindern.
schlechterdingsGehoben: geradezu, ganz und gar.Das ist schlechterdings unmöglich.
seinerseitsWas ihn betrifft; von ihm aus.Er seinerseits hatte nichts gegen den Vorschlag einzuwenden.
unbeschadetGehoben, mit Genitiv: ohne Nachteil für; trotz.Unbeschadet aller Kritik hielt die Regierung an ihrem Plan fest.
unumwundenOffen und ohne Umschweife.Sie gab unumwunden zu, einen Fehler gemacht zu haben.
vermögeGehoben, mit Genitiv: mithilfe von, aufgrund von.Vermöge seiner Erfahrung löste er das Problem schnell.
vollendsVöllig, ganz und gar.Mit dieser Bemerkung hatte er sie vollends verärgert.
vorzugsweiseAm liebsten, vor allem.Die Katze schläft vorzugsweise auf dem Sofa.
wohlweislichAus gutem Grund und mit Bedacht.Er hatte wohlweislich einen Regenschirm mitgenommen.
zeitlebensDas ganze Leben lang.Der Maler war zeitlebens arm und wurde erst nach seinem Tod berühmt.
zusehendsDeutlich sichtbar und schnell.Nach der Operation erholte sich der Patient zusehends.
ad absurdumLateinisch, meist mit „führen“: die Unsinnigkeit einer Sache zeigen.Sein eigenes Verhalten führt seine Theorie ad absurdum.
par excellenceFranzösisch, nachgestellt: schlechthin, im wahrsten Sinne.Er ist ein Gentleman par excellence.
à la longueFranzösisch: auf die Dauer, langfristig.À la longue wird sich die Investition sicher lohnen.
mit Fug und RechtMit vollem Recht, aus gutem Grund.Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie die beste Spielerin ist.
ins Hintertreffen geratenIn eine schlechtere Lage als andere kommen; den Anschluss verlieren.Durch die Krankheit ist er in der Schule ins Hintertreffen geraten.
das Zünglein an der WaageWer oder was bei einer knappen Entscheidung den Ausschlag gibt.Die kleine Partei könnte bei der Abstimmung das Zünglein an der Waage sein.
wider besseres WissenObwohl man es eigentlich besser weiß.Er behauptete wider besseres Wissen, nichts von dem Fehler gewusst zu haben.
aufs Tapet bringenEin Thema zur Sprache bringen und zur Diskussion stellen.In der Sitzung hat sie die Gehaltsfrage erneut aufs Tapet gebracht.
sang- und klanglosOhne Aufsehen und ohne Abschied; unbemerkt.Nach zehn Jahren verschwand das Geschäft sang- und klanglos aus der Straße.
von BelangWichtig, von Bedeutung.Für unsere Entscheidung ist das nicht von Belang.
unter der HandHeimlich, inoffiziell.Die Karten wurden unter der Hand zum dreifachen Preis verkauft.
ins Leere laufenOhne Wirkung bleiben; keinen Erfolg haben.Alle Versuche, ihn telefonisch zu erreichen, liefen ins Leere.
sich ein Stelldichein gebenGehoben: sich an einem Ort treffen, zusammenkommen.In Salzburg werden sich auch dieses Jahr die besten Musiker der Welt ein Stelldichein geben.
Hand in HandEng zusammen; auch in enger Verbindung miteinander.Bildung und Wohlstand gehen oft Hand in Hand.
mir nichts, dir nichtsEinfach so, ohne zu fragen oder Rücksicht zu nehmen.Er hat sich mir nichts, dir nichts mein Fahrrad genommen.
auf verlorenem PostenIn einer aussichtslosen Lage, ohne Chance auf Erfolg.Mit ihrer Forderung stand sie im Vorstand auf verlorenem Posten.
zu guter LetztAm Ende, schließlich, nach allem anderen.Zu guter Letzt bedankte sich der Redner bei seinen Eltern.
ohne UmschweifeDirekt, ohne lange Einleitung.Sie kam ohne Umschweife zur Sache.
die GemengelageUnübersichtliche Mischung verschiedener Interessen, Probleme oder Faktoren.In dieser komplizierten Gemengelage ist eine schnelle Lösung kaum möglich.
der SpießrutenlaufErniedrigende Situation, in der man vielen feindseligen Blicken oder Angriffen ausgesetzt ist.Nach dem Skandal wurde jeder Gang durch das Dorf für ihn zum Spießrutenlauf.
die SisyphusarbeitMühsame, endlose Arbeit, die nie zu einem Ergebnis kommt.Den Garten frei von Unkraut zu halten, ist eine wahre Sisyphusarbeit.
der PyrrhussiegErfolg, der so teuer erkauft ist, dass er einer Niederlage gleichkommt.Der gewonnene Prozess erwies sich als Pyrrhussieg, denn die Kosten ruinierten die Firma.
das DamoklesschwertStändig drohende Gefahr, die jederzeit eintreten kann.Die drohende Schließung schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Werk.
die AchillesferseVerwundbare, schwache Stelle einer Person oder Sache.Die Abwehr ist die Achillesferse der Mannschaft.
der KuhhandelAbwertend: unsauberes Geschäft, bei dem jede Seite etwas gegen etwas anderes eintauscht.Das Gesetz kam erst durch einen politischen Kuhhandel zustande.
das FeigenblattEtwas, das nur dazu dient, einen Missstand zu verdecken.Die kleine Spende war nur ein Feigenblatt für die Umweltsünden des Konzerns.
der HemmschuhEtwas, das eine Entwicklung bremst oder behindert.Die Bürokratie ist ein Hemmschuh für neue Unternehmen.
der StolpersteinSchwierigkeit, an der etwas scheitern kann.Die Finanzierung ist der letzte Stolperstein auf dem Weg zum neuen Stadion.
der PrüfsteinEtwas, an dem sich der Wert oder die Qualität von jemandem zeigt.Die Krise wird zum Prüfstein für die neue Regierung.
der EckpfeilerWichtigste Grundlage, auf der etwas aufbaut.Die Meinungsfreiheit ist ein Eckpfeiler der Demokratie.
der SchulterschlussEnges Zusammenstehen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen.Gegen die Schließung der Klinik gab es einen Schulterschluss aller Parteien.
der PaukenschlagÜberraschendes, aufsehenerregendes Ereignis.Mit einem Paukenschlag kündigte der Trainer seinen sofortigen Rücktritt an.
der BefreiungsschlagEntschlossene Handlung, mit der man sich aus einer schwierigen Lage herauskämpft.Der Verkauf der Tochterfirma war für den Konzern ein Befreiungsschlag.
der RundumschlagPauschale Kritik, die sich gegen viele Personen oder Dinge zugleich richtet.In seinem Interview holte er zu einem Rundumschlag gegen die Medien aus.
der SeitenhiebSpitze Bemerkung nebenbei, die jemanden treffen soll.Mit einem kleinen Seitenhieb auf ihren Vorgänger begann sie ihre Rede.
der FauxpasVerstoß gegen gesellschaftliche Umgangsformen; Taktlosigkeit.Beim Staatsbankett beging der Gast einen peinlichen Fauxpas.
das FiaskoVölliger Misserfolg; Zusammenbruch.Die Premiere des Stücks endete in einem Fiasko.
das DebakelSchwere, beschämende Niederlage.Die 0:7-Niederlage war ein Debakel für die Nationalmannschaft.
der EklatAufsehenerregender Skandal oder Streit in der Öffentlichkeit.Als der Minister den Saal verließ, kam es zum Eklat.
die FarceLächerliches, nicht ernst zu nehmendes Geschehen, das nur so tut als ob.Die Wahl war eine Farce, das Ergebnis stand längst fest.
das PossenspielLächerliches Theater; unwürdiges Treiben.Die Debatte im Stadtrat geriet zum Possenspiel.
das RänkespielGeheime Intrigen, mit denen man sich Vorteile verschaffen will.Am Hof des Königs herrschte ein ständiges Ränkespiel.
die KungeleiUmgangssprachlich: heimliche Absprachen zum gegenseitigen Vorteil.Die Vergabe der Aufträge war reine Kungelei unter Freunden.
die VetternwirtschaftBevorzugung von Verwandten und Freunden bei der Vergabe von Posten.Der Bürgermeister musste wegen Vetternwirtschaft zurücktreten.
der FilzÜbertragen: undurchschaubares Geflecht von Beziehungen, die Vorteile verschaffen.Die Zeitung deckte den Filz zwischen Politik und Bauindustrie auf.
die GünstlingswirtschaftBevorzugung von Personen, die einem Mächtigen nahestehen.Unter dem alten Direktor blühte die Günstlingswirtschaft.
der KlientelismusPolitik, die gezielt die Interessen der eigenen Anhänger bedient.Kritiker werfen der Partei Klientelismus vor.
die PolitikverdrossenheitEnttäuschung und Abneigung der Bürger gegenüber Parteien und Regierenden.Die niedrige Wahlbeteiligung zeigt eine wachsende Politikverdrossenheit.
die StaatsräsonGrundsatz, dass das Wohl des Staates über anderen Interessen steht.Aus Staatsräson wurden die Dokumente nie veröffentlicht.
die RealpolitikPolitik, die sich an den Gegebenheiten und dem Machbaren orientiert statt an Idealen.Die Kanzlerin galt als Meisterin der nüchternen Realpolitik.
die ZäsurDeutlicher Einschnitt, der eine Entwicklung in ein Vorher und ein Nachher teilt.Der Mauerfall bildet eine Zäsur in der deutschen Geschichte.
der KleingeistMensch mit beschränktem, engstirnigem Denken.Nur ein Kleingeist regt sich über die Farbe des Gartenzauns auf.
die GegenreaktionReaktion, die sich gegen eine vorangegangene Handlung richtet.Die Preiserhöhung löste eine heftige Gegenreaktion der Kunden aus.
die WendeEntscheidende Veränderung; in Deutschland auch der politische Umbruch von 1989.Nach der Wende zogen viele junge Menschen in den Westen.
der UmsturzGewaltsame Beseitigung einer bestehenden Regierung oder Ordnung.Die Offiziere planten heimlich einen Umsturz.
der PutschPlötzlicher, meist militärischer Versuch, die Regierung gewaltsam zu stürzen.Der Putsch scheiterte nach wenigen Stunden.
die UsurpationWiderrechtliche Aneignung der Macht.Die Usurpation des Throns durch den Onkel löste einen Bürgerkrieg aus.
die OkkupationMilitärische Besetzung eines fremden Gebiets.Die Okkupation des Landes dauerte fünf Jahre.
die RepressionUnterdrückung von Kritik und Widerstand durch staatliche Gewalt.Viele Oppositionelle flohen vor der Repression ins Ausland.
die WillkürherrschaftHerrschaft, die sich an keine Gesetze hält und nach Belieben handelt.Das Volk litt jahrzehntelang unter der Willkürherrschaft des Fürsten.
das RegimeMeist abwertend: Regierungsform, besonders eine undemokratische.Das autoritäre Regime ließ keine freien Wahlen zu.
der DespotHerrscher, der willkürlich und grausam regiert.Der Despot ließ jeden Kritiker verhaften.
der TyrannGewaltherrscher; übertragen: jemand, der andere herrisch unterdrückt.Zu Hause spielte sich der Vater als Tyrann auf.
die TyranneiGrausame, willkürliche Gewaltherrschaft.Das Volk erhob sich gegen die Tyrannei.
die UnterjochungGewaltsame Unterwerfung eines Volkes.Die Geschichte des Landes ist eine Geschichte der Unterjochung durch fremde Mächte.
die KnechtschaftZustand völliger Unfreiheit und Abhängigkeit.Nach Jahrhunderten der Knechtschaft erlangte das Volk seine Freiheit.
die LeibeigenschaftMittelalterliche Abhängigkeit, bei der Bauern einem Grundherrn gehörten.Die Leibeigenschaft wurde in Preußen 1807 aufgehoben.
das JochHolzbalken für Zugtiere; übertragen: drückende Last oder Herrschaft.Das Volk schüttelte das Joch der Fremdherrschaft ab.
die AufwiegelungAufhetzung von Menschen zum Widerstand.Der Agitator wurde wegen Aufwiegelung zur Gewalt verhaftet.
der AufruhrHeftige Unruhe und Empörung, oft öffentlicher Aufstand.Die Entscheidung versetzte die ganze Stadt in Aufruhr.
die MeutereiAuflehnung von Soldaten oder Seeleuten gegen ihre Vorgesetzten.Auf dem Schiff brach eine Meuterei gegen den Kapitän aus.
die SpionageHeimliches Ausforschen fremder Geheimnisse, besonders für einen Staat.Der Diplomat wurde wegen Spionage ausgewiesen.
die SabotageAbsichtliche Beschädigung oder Behinderung, um etwas zu verhindern.Die Ermittler vermuten Sabotage hinter dem Stromausfall.
die HetzkampagneGezielte Aktion, mit der man öffentlich Hass gegen jemanden schürt.Die Journalistin wurde Opfer einer Hetzkampagne im Netz.
die SchmutzkampagneGezielte Verbreitung von Gerüchten, um den Ruf eines Gegners zu zerstören.Vor der Wahl startete die Opposition eine Schmutzkampagne gegen den Kandidaten.
die PropagandaGezielte Verbreitung politischer Ideen, um die Meinung der Massen zu beeinflussen.Die Plakate waren reine Propaganda der Regierung.
die IndoktrinationGezielte Beeinflussung, die keine kritischen Gedanken zulässt.Die Indoktrination der Kinder begann schon im Kindergarten.
die GleichschaltungErzwungene Anpassung aller Organisationen an die Linie einer Diktatur.Nach 1933 erfolgte die Gleichschaltung der Presse.
der MitläuferPerson, die bei etwas mitmacht, ohne selbst aktiv daran beteiligt zu sein.Er war kein Täter, aber ein bequemer Mitläufer.
die VergangenheitsbewältigungAuseinandersetzung einer Gesellschaft mit dunklen Kapiteln ihrer Geschichte.Die Vergangenheitsbewältigung nach dem Krieg dauerte Jahrzehnte.
die ErinnerungskulturArt und Weise, wie eine Gesellschaft ihrer Geschichte gedenkt.Gedenktage sind ein wichtiger Teil der Erinnerungskultur.
das MahnmalDenkmal, das an ein schlimmes Ereignis erinnert und warnen soll.Das Mahnmal erinnert an die Opfer des Krieges.
die GedenkstätteOrt, an dem an Menschen oder Ereignisse erinnert wird.Die Schulklasse besuchte eine Gedenkstätte in einem ehemaligen Lager.
das VermächtnisWas jemand nach seinem Tod hinterlässt, auch an Ideen und Werten.Sein künstlerisches Vermächtnis lebt in seinen Schülern weiter.
der NachlassGesamtheit dessen, was ein Verstorbener hinterlässt; auch ein Preisrabatt.Im Nachlass des Dichters fand man unveröffentlichte Gedichte.
die HinterlassenschaftWas jemand zurücklässt, oft auch Probleme oder Schäden.Die Schulden waren die bittere Hinterlassenschaft der alten Regierung.
der ErblasserPerson, deren Vermögen nach ihrem Tod an andere übergeht.Der Erblasser hatte sein Testament beim Notar hinterlegt.
die MitgiftFrüher: Vermögen, das eine Braut mit in die Ehe brachte.Die reiche Kaufmannstochter brachte eine große Mitgift mit.
der AhneVorfahr aus früheren Generationen.Seine Ahnen stammten aus einem kleinen Dorf in Ostpreußen.
die AbstammungHerkunft von bestimmten Vorfahren.Sie ist italienischer Abstammung.
der StammbaumGrafische Darstellung der Abstammung einer Familie.Ihr Stammbaum reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück.
die SippeGroße Verwandtschaft, Familienverband.Zum Geburtstag der Großmutter kam die ganze Sippe zusammen.
der SprossJunger Trieb einer Pflanze; übertragen: Nachkomme einer Familie.Er ist der jüngste Spross einer berühmten Musikerfamilie.
die ObhutSchützende Aufsicht und Fürsorge.Während der Reise blieb der Hund in der Obhut der Nachbarn.
die VormundschaftGesetzliche Fürsorge für eine Person, die nicht selbst entscheiden kann.Nach dem Tod der Eltern übernahm die Tante die Vormundschaft für die Kinder.
die PlackereiMühsame, anstrengende Arbeit.Der Umzug in den fünften Stock ohne Aufzug war eine echte Plackerei.
die MühsalGroße Anstrengung und Beschwerlichkeit.Trotz aller Mühsal erreichten die Pilger ihr Ziel.
das UngemachGehoben: Unannehmlichkeit, Ärger.Dem Unternehmen droht neues Ungemach von den Behörden.
das MissgeschickKleines Unglück, oft durch Ungeschicklichkeit.Mir ist ein Missgeschick passiert: Ich habe Kaffee über die Tastatur geschüttet.
das VerhängnisSchicksal, das unausweichlich ins Unglück führt.Seine Spielsucht wurde ihm schließlich zum Verhängnis.
das UnheilGroßes Unglück, Verderben.Die Wolken am Horizont kündigten Unheil an.
die MisereSchlimme, elende Lage.Die Misere im Gesundheitswesen ist seit Jahren bekannt.
der NotstandLage, in der eine dringende Gefahr besondere Maßnahmen erfordert.Nach dem Hochwasser rief die Regierung den Notstand aus.
die NotlageSchwierige Situation, in der man dringend Hilfe braucht.Der Vermieter nutzte die Notlage der Familie aus.
die BedrängnisLage, in der man stark unter Druck steht.Durch die hohen Zinsen geriet das Unternehmen in Bedrängnis.
die DrangsalGehoben: Not und Qual.Die Flüchtlinge hatten auf ihrer Reise große Drangsal erlitten.
die VerelendungProzess, durch den Menschen in tiefe Armut geraten.Die Krise führte zur Verelendung ganzer Stadtviertel.
die VerwüstungSchwere Zerstörung eines Gebiets.Der Hurrikan hinterließ eine Spur der Verwüstung.
der UntergangVollständiges Ende, Zerstörung; auch das Sinken eines Schiffes.Der Untergang der „Titanic“ gilt als bekannteste Schiffskatastrophe.
der NiedergangAllmählicher Verfall und Bedeutungsverlust.Nach dem Ende des Bergbaus begann der Niedergang der Region.
die BlütezeitZeitraum der höchsten Entfaltung und des größten Erfolgs.Die Stadt erlebte ihre Blütezeit im 15. Jahrhundert.
die GlanzzeitZeit des größten Erfolgs und Ruhms.In seiner Glanzzeit füllte der Sänger ganze Stadien.
der ZenitHöchster Punkt am Himmel; übertragen: Höhepunkt einer Entwicklung.Mit dreißig hatte die Sportlerin den Zenit ihrer Karriere erreicht.
der HöhenflugPhase großer Erfolge und Begeisterung.Der Höhenflug der Aktie endete abrupt.
der AbstiegWeg nach unten; auch der Wechsel in eine niedrigere Liga oder sozialer Verlust.Nach der Saison drohte dem Verein der Abstieg in die zweite Liga.
die TalsohleTiefster Punkt eines Tals; übertragen: Tiefpunkt einer Entwicklung.Ökonomen glauben, dass die Wirtschaft die Talsohle durchschritten hat.
die DurststreckeSchwierige Zeit mit wenig Erfolg oder Geld.Nach einer langen Durststrecke gewann die Mannschaft endlich wieder.
der RückfallErneutes Auftreten einer Krankheit oder Gewohnheit, die man überwunden glaubte.Nach zwei Jahren ohne Zigaretten hatte er einen Rückfall.
der AusrutscherEinmaliger Fehler, der sonst nicht vorkommt.Die Niederlage war nur ein Ausrutscher in einer starken Saison.
der PatzerUmgangssprachlich: kleiner, ärgerlicher Fehler.Ein Patzer des Torwarts entschied das Spiel.
die SchlampereiNachlässige, unordentliche Arbeit.Durch Schlamperei in der Verwaltung gingen wichtige Akten verloren.
der PfuschUmgangssprachlich: schlecht und unsachgemäß ausgeführte Arbeit.Die Handwerker haben echten Pfusch abgeliefert.
die StümpereiUngeschickte, unfachmännische Arbeit.Diese Reparatur ist doch reine Stümperei!
der DilettantLaie ohne Fachkenntnis; abwertend: Stümper.Am Werk war ein Dilettant, der vom Fach keine Ahnung hatte.
der ScharlatanBetrüger, der vorgibt, Fähigkeiten oder Wissen zu haben.Der angebliche Wunderheiler entpuppte sich als Scharlatan.
der HochstaplerBetrüger, der sich als vornehme oder wichtige Person ausgibt.Der Hochstapler hatte sich als Arzt ausgegeben.
der HeuchlerPerson, die Gefühle oder Tugenden vortäuscht.Er predigt Bescheidenheit und lebt im Luxus, dieser Heuchler!
der SchmeichlerPerson, die anderen übertriebene Komplimente macht, um sich Vorteile zu verschaffen.Der König war von Schmeichler umgeben.
der SpeichelleckerAbwertend: jemand, der sich unterwürfig bei Mächtigen einschmeichelt.Der neue Assistent gilt als Speichellecker des Chefs.
der EmporkömmlingAbwertend: jemand, der schnell sozial aufgestiegen ist.Die alte Gesellschaft verachtete den reichen Emporkömmling.
der ParvenüAbwertend: Neureicher, der sich nicht standesgemäß benimmt.In den Salons galt der Fabrikant als Parvenü.
der QuerulantPerson, die sich ständig beschwert und streitet.Der Querulant hatte schon zwölf Klagen gegen seine Nachbarn eingereicht.
der QuerdenkerPerson, die eigenständig und unkonventionell denkt.Als Querdenker hatte er stets originelle Ideen.
der FreigeistPerson, die sich keinen Dogmen unterwirft und frei denkt.Der Philosoph war ein Freigeist, der jede Autorität infrage stellte.
der SchöngeistPerson mit großer Liebe zu Kunst und Literatur.Der Schöngeist verbrachte seine Abende in der Oper.
der FeingeistGebildeter, kultivierter Mensch mit Sinn für das Feine.Der Literaturkritiker galt als Feingeist mit scharfem Urteil.
der MüßiggangUntätiges Nichtstun.Ein Sprichwort sagt: Müßiggang ist aller Laster Anfang.
der SchlendrianUmgangssprachlich: nachlässiger, bequemer Trott.In der Behörde hatte sich ein gemütlicher Schlendrian eingeschlichen.
die BehäbigkeitSchwerfällige, langsame Gemütlichkeit.Die Behäbigkeit der Verwaltung ärgerte die Unternehmer.
die GemächlichkeitRuhige, langsame Art ohne Eile.Mit Gemächlichkeit schlenderten die Touristen durch den Park.
aburteilenJemanden verurteilen, oft vorschnell und ohne gründliche Prüfung.Die Angeklagten wurden in einem Schnellverfahren abgeurteilt.
anbändelnUmgangssprachlich: eine Liebesbeziehung oder einen Streit anfangen.Auf der Party versuchte er, mit der Schwester seines Freundes anzubändeln.
anfeindenJemandem feindselig begegnen und ihn angreifen.Wegen ihrer Meinung wurde die Politikerin im Netz heftig angefeindet.
anhaftenAls Merkmal, oft als Makel, mit etwas verbunden sein.Dem Viertel haftet noch immer ein schlechter Ruf an.
aufwartenGehoben: etwas Besonderes bieten oder vorweisen.Das Museum wartete mit einer Sensation auf.
ausharrenTrotz Schwierigkeiten geduldig an einem Ort bleiben.Die Bergleute harrten drei Tage unter Tage aus, bis die Retter kamen.
bekundenGehoben: etwas deutlich zum Ausdruck bringen.Der Minister bekundete sein Beileid gegenüber den Familien der Opfer.
bemühenSich anstrengen, etwas zu erreichen; auch jemanden in Anspruch nehmen.Sie hat sich sehr bemüht, alle Gäste zufriedenzustellen.
bestärkenJemanden in seiner Meinung oder Absicht unterstützen und sicherer machen.Der Erfolg bestärkte sie in ihrem Entschluss, weiterzumachen.
bezeugenAls Zeuge bestätigen; auch etwas deutlich zeigen.Eine Passantin bezeugte vor Gericht, dass das Auto bei Rot gefahren war.
darlegenEtwas ausführlich und klar erklären.In ihrem Bericht hat die Kommission die Gründe für das Scheitern dargelegt.
dahinsiechenLange krank sein und immer schwächer werden.Der alte Hund siechte monatelang dahin, bevor er starb.
dahinvegetierenOhne Freude und Sinn kümmerlich leben.Die Gefangenen mussten in feuchten Zellen dahinvegetieren.
einbläuenJemandem etwas durch ständige Wiederholung einschärfen.Die Mutter hatte ihm eingebläut, nie mit Fremden mitzugehen.
einstreichenUmgangssprachlich: Geld oder Gewinn kassieren, oft ohne Leistung.Der Vermittler strich eine hohe Provision ein.
entgegenwirkenSich bemühen, eine Entwicklung aufzuhalten oder abzuschwächen.Die Stadt pflanzt Bäume, um der Hitze im Sommer entgegenzuwirken.
entrichtenAmtlich: eine Gebühr oder einen Betrag bezahlen.Die Gebühr muss vor Beginn des Kurses entrichtet werden.
erahnenEtwas undeutlich vermuten oder spüren.Hinter den Wolken ließ sich der Gipfel nur erahnen.
erduldenEtwas Schmerzliches geduldig ertragen.Sie erduldete die Schmerzen ohne Klage.
ergatternUmgangssprachlich: etwas Begehrtes mit Glück oder Geschick bekommen.In letzter Minute habe ich noch zwei Karten für das Konzert ergattert.
erhaschenEtwas schnell ergreifen; auch einen kurzen Blick auf etwas werfen.Durch die Menge erhaschte sie einen Blick auf die Königin.
erstickenAn Atemnot sterben; übertragen: etwas im Keim unterdrücken.Die Proteste wurden schon im Keim erstickt.
fristenEin karges, mühsames Leben mit wenig Geld oder Freude führen.Viele Rentner müssen ihr Dasein in Armut fristen.
gängelnJemanden bevormunden und in seiner Freiheit einschränken.Die Studierenden fühlen sich von den vielen Vorschriften gegängelt.
hinterbringenGehoben: jemandem heimlich etwas berichten, was nicht für ihn bestimmt war.Ein Diener hinterbrachte dem König die Pläne der Verschwörer.
kaschierenEinen Mangel geschickt verdecken.Mit dem Teppich wollte er die Flecken auf dem Boden kaschieren.
kleinredenEtwas als weniger schlimm oder wichtig darstellen, als es ist.Die Gefahr wurde von den Behörden lange kleingeredet.
lavierenGeschickt zwischen verschiedenen Positionen hin und her manövrieren.Der Politiker hat jahrelang zwischen beiden Lagern laviert.
liebäugelnMit dem Gedanken spielen, etwas zu tun oder zu kaufen.Sie liebäugelt schon lange mit einem Umzug ans Meer.
mäkelnKleinlich an etwas herumkritisieren.Er mäkelt ständig am Essen seiner Frau.
niederschlagenEinen Aufstand gewaltsam beenden; auch ein Verfahren einstellen.Der Aufstand wurde vom Militär blutig niedergeschlagen.
nivellierenUnterschiede ausgleichen und einebnen.Durch die Reform sollen die Unterschiede zwischen den Schulen nivelliert werden.
ächtenJemanden aus der Gemeinschaft ausstoßen; etwas scharf verurteilen.Chemische Waffen sind international geächtet.
pochenKlopfen; übertragen: nachdrücklich auf etwas bestehen.Der Mieter pochte auf sein Recht.
quittierenDen Empfang bestätigen; auch auf etwas reagieren oder ein Amt aufgeben.Das Publikum quittierte den Witz mit lautem Gelächter.
rüttelnHeftig hin und her bewegen; übertragen: etwas in Frage stellen.An diesem Grundsatz lässt sich nicht rütteln.
schönredenEtwas Schlechtes positiver darstellen, als es ist.Es hat keinen Sinn, die Lage schönzureden.
schwelenOhne Flamme glimmen; übertragen: unterschwellig weiterbestehen.In der Partei schwelt seit Monaten ein Konflikt.
sich anschickenGehoben: im Begriff sein, etwas zu tun.Gerade als er sich anschickte, das Haus zu verlassen, klingelte das Telefon.
sich bemüßigt fühlenOft ironisch: sich verpflichtet glauben, etwas zu tun.Er fühlte sich bemüßigt, jedem seine Meinung mitzuteilen.
sich entziehenSich von etwas fernhalten; einer Pflicht ausweichen.Der Verdächtige entzog sich der Festnahme durch Flucht.
sich ergehenGehoben: sich ausführlich über etwas äußern.Der Redner erging sich in endlosen Details.
sich erübrigenÜberflüssig werden, nicht mehr nötig sein.Damit erübrigt sich jede weitere Diskussion.
sich verbittenNachdrücklich verlangen, dass etwas unterlassen wird.Diesen Ton verbitte ich mir!
sich vergegenwärtigenSich etwas deutlich bewusst machen und vor Augen führen.Man muss sich sich vergegenwärtigen, wie viel sich in zwanzig Jahren verändert hat.
sich verwehrenGehoben: sich gegen etwas entschieden wehren.Die Ärztin verwehrte sich gegen den Vorwurf der Nachlässigkeit.
totschweigenEtwas absichtlich nicht erwähnen, damit es unbekannt bleibt.Der Skandal wurde jahrelang totgeschwiegen.
übertünchenMit Farbe überstreichen; übertragen: Mängel oberflächlich verdecken.Die Probleme wurden mit schönen Worten nur übertüncht.
umschmeichelnJemandem ständig schmeicheln, um ihn zu gewinnen.Der Verkäufer umschmeichelte die reiche Kundin.
vereinnahmenJemanden oder etwas für die eigenen Zwecke beanspruchen.Die Partei versucht, die Proteste für sich zu vereinnahmen.
verklausulierenEtwas so kompliziert formulieren, dass es kaum verständlich ist.Der Vertrag ist so verklausuliert, dass kein Laie ihn versteht.
vermasselnUmgangssprachlich: etwas durch Fehler verderben.Mit seiner Bemerkung hat er mir das ganze Vorstellungsgespräch vermasselt.
verschleppenEtwas absichtlich verzögern; auch jemanden gewaltsam fortbringen.Die Reform wurde von der Verwaltung jahrelang verschleppt.
verwässernEtwas abschwächen, sodass es an Wirkung verliert.Im Parlament wurde das Gesetz stark verwässert.
vorenthaltenJemandem etwas, das ihm zusteht, nicht geben.Den Mitarbeitern wurden wichtige Informationen vorenthalten.
wettmachenEinen Nachteil oder Verlust ausgleichen.Mit Fleiß kann er fehlendes Talent wettmachen.
zerredenEtwas so lange besprechen, dass es keine Wirkung mehr hat.Das gute Projekt wurde in endlosen Sitzungen zerredet.
zuwiderhandelnAmtlich: gegen eine Vorschrift verstoßen.Wer dieser Anordnung zuwiderhandelt, muss mit einer Strafe rechnen.
altbackenVeraltet und nicht mehr zeitgemäß.Das Design der Webseite wirkt ziemlich altbacken.
ausgefuchstUmgangssprachlich: sehr schlau und erfahren.Der ausgefuchste Verkäufer wusste genau, wie er uns überzeugen konnte.
ausuferndÜber das vernünftige Maß hinausgehend; immer größer werdend.Die ausufernde Bürokratie lähmt viele kleine Betriebe.
blauäugigNaiv und allzu vertrauensselig.Es war ziemlich blauäugig, dem Fremden das Geld zu leihen.
bodenständigFest in einer Gegend verwurzelt; einfach und solide.Das Gasthaus bietet bodenständige Küche aus der Region.
dünnhäutigLeicht verletzlich und empfindlich gegenüber Kritik.Seit der Trennung ist sie sehr dünnhäutig geworden.
dickfelligUnempfindlich gegenüber Kritik oder Vorwürfen.Er ist so dickfellig, dass ihn keine Beschwerde stört.
eingefleischtAus tiefster Überzeugung und Gewohnheit; unverbesserlich.Mein Onkel ist ein eingefleischter Junggeselle.
engherzigKleinlich und ohne Großzügigkeit.Es wäre engherzig, ihm diesen kleinen Fehler nicht zu verzeihen.
erzkonservativÄußerst konservativ, an allem Alten festhaltend.Die erzkonservative Großtante war gegen jede Veränderung.
feingeistigGebildet und für Kunst und Geistiges empfänglich.Die Zeitschrift richtet sich an ein feingeistiges Publikum.
fragmentarischUnvollständig, nur in Bruchstücken vorhanden.Die Überlieferung des antiken Textes ist nur fragmentarisch.
gedrungenKlein, kräftig und breit gebaut.Der Ringer hatte eine gedrungene Statur.
geflissentlichAbsichtlich und bewusst; meist bei Übersehen oder Überhören.Er überhörte geflissentlich die Frage nach seinen Schulden.
gemächlichRuhig und ohne Eile.In gemächlichem Tempo wanderten wir den Fluss entlang.
grobschlächtigPlump und grob gebaut; auch ohne Feingefühl.Der grobschlächtige Kerl am Eingang ließ niemanden durch.
halsstarrigUnbelehrbar stur und eigensinnig.Der alte Bauer blieb halsstarrig bei seiner Meinung.
hartgesottenDurch Erfahrung abgehärtet und kaum zu erschüttern.Selbst hartgesottene Polizisten waren von dem Anblick schockiert.
hinterlistigHeimtückisch und auf versteckte Weise böse.Mit einer hinterlistigen Frage versuchte er, sie in die Falle zu locken.
hintersinnigMit verborgener, tieferer Bedeutung.Das Publikum liebt den hintersinnigen Humor des Kabarettisten.
kleinkariertEngstirnig und kleinlich im Denken.Seine Ansichten über Mode sind ziemlich kleinkariert.
kleinlautPlötzlich still und gedämpft, weil man unsicher oder beschämt ist.Nach der Rüge wurde der vorlaute Schüler ganz kleinlaut.
langatmigZu ausführlich und deshalb ermüdend.Der Vortrag war so langatmig, dass einige Zuhörer einschliefen.
leichtfertigUnvorsichtig und ohne an die Folgen zu denken.Er hat sein Erbe leichtfertig verschwendet.
mannigfaltigGehoben: vielfältig und abwechslungsreich.Die Insel bietet mannigfaltige Möglichkeiten zur Erholung.
marodeHeruntergekommen und in schlechtem Zustand.Viele Brücken im Land sind marode und müssen saniert werden.
müßigÜberflüssig und sinnlos; auch untätig.Es ist müßig, darüber zu streiten, wer schuld war.
nachtragendLange beleidigt und eine Kränkung nicht vergessend.Sei nicht so nachtragend, er hat sich doch entschuldigt!
naseweisVorlaut und neugierig, besonders bei Kindern.Das naseweise Mädchen wusste immer alles besser.
selbstherrlichEigenmächtig und ohne Rücksicht auf andere entscheidend.Mit seinem selbstherrlichen Führungsstil vergraulte er viele Mitarbeiter.
sinnentleertOhne Sinn oder Bedeutung, oft durch häufige Wiederholung.Für viele sind die alten Rituale zu sinnentleerten Gewohnheiten geworden.
tollkühnWaghalsig bis zum Leichtsinn.Mit einem tollkühnen Sprung rettete er sich ans andere Ufer.
überzogenÜbertrieben und unangemessen.Die Forderungen der Gewerkschaft halten viele für überzogen.
unbedarftNaiv und unerfahren.Ich war damals noch ziemlich unbedarft in solchen Dingen.
unredlichUnehrlich und unaufrichtig.Der Händler wurde für seine unredlichen Geschäfte bestraft.
unverbindlichOhne Verpflichtung; auch höflich, aber distanziert.Wir erstellen Ihnen gern ein kostenloses und unverbindliches Angebot.
vorschnellZu schnell und ohne genug Überlegung.Hüten Sie sich vor einem vorschnellen Urteil.
wohlfeilGehoben: billig; übertragen: leicht zu haben und deshalb wenig wert.Statt wohlfeiler Kritik hätte ich mir konkrete Vorschläge gewünscht.
wortkargSehr schweigsam, wenig redend.Der Fischer war wortkarg und antwortete nur mit Ja oder Nein.
das FeuilletonDer Kulturteil einer Zeitung mit Texten über Bücher, Theater und Kunst.Im Feuilleton steht eine Kritik des neuen Romans.
die GlosseEin kurzer, witziger und kritischer Kommentar in einer Zeitung.In seiner Glosse macht sich der Journalist über die Verspätungen der Bahn lustig.
die GewaltenteilungDie Aufteilung der Staatsmacht auf Parlament, Regierung und Gerichte.Die Gewaltenteilung verhindert, dass eine Person zu viel Macht hat.
das BruttoinlandsproduktDer Wert aller Waren und Dienstleistungen, die ein Land in einem Jahr herstellt.Das Bruttoinlandsprodukt ist im letzten Quartal leicht gestiegen.
die SelbstoptimierungDas ständige Bemühen, die eigene Person in allen Bereichen zu verbessern.Fitness-Apps und Diäten sind Teil eines Trends zur Selbstoptimierung.
schlussfolgernAus Beobachtungen oder Fakten ein logisches Ergebnis ableiten.Aus seinem Lächeln schlussfolgerte ich, dass er die Prüfung bestanden hatte.
die AkribieÄußerste Genauigkeit und Sorgfalt bis ins kleinste Detail.Die Forscherin prüfte jede Quelle mit großer Akribie.
die AllgegenwartDie Tatsache, dass etwas überall vorhanden ist.Die Allgegenwart von Smartphones hat unseren Alltag verändert.
der AntagonismusEin grundlegender, unversöhnlicher Gegensatz zwischen zwei Seiten.Der Antagonismus zwischen den beiden Parteien prägte die Debatte.
die AusdifferenzierungProzess, bei dem sich ein Ganzes in immer speziellere Teile gliedert.Die Ausdifferenzierung der Wissenschaft führt zu immer neuen Fachgebieten.
das GutdünkenDas eigene Ermessen; man entscheidet, wie man es für richtig hält.Die Höhe des Trinkgelds liegt ganz in Ihrem Gutdünken.
die EmpirieWissen, das auf Beobachtung und Erfahrung beruht.Jede Theorie muss sich an der Empirie messen lassen.
die PrävalenzWie häufig eine Krankheit in einer Bevölkerung vorkommt.Die Prävalenz von Allergien bei Kindern ist gestiegen.
postulierenEtwas als notwendig fordern oder als gültig annehmen.Der Philosoph postulierte die Freiheit des menschlichen Willens.

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